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Sanierung : Neue Hoffnung für Herlitz

  • Aktualisiert am
          1 Min.

          Nach jahrelangen Sanierungsfehlschlägen kann der Papier- und Bürowarenhersteller Herlitz noch einmal neu starten. Mehr als drei Monate nach seinem Insolvenzantrag ist das Berliner Unternehmen wieder zahlungsfähig. Die Gläubiger stimmten am Montag in Berlin dem Insolvenz- und Sanierungsplan zu.

          Der Sanierungsplan sieht den Verzicht auf Ansprüche der Gläubiger in Millionenhöhe und damit erhebliche finanzielle Entlastungen für Herlitz vor. Somit ist auch ein Großteil der 2.700 Arbeitsplätze des größten deutschen Branchenunternehmens gerettet. Zudem werden nun die Gespräche mit Investoren über einen Einstieg bei Herlitz forciert. An der Börse legten Herlitz-Aktien am Nachmittag zunächst um mehr als 78 Prozent zu und bewegten sich bei 5,35 Euro.

          Banken dürfen Immobilien verwerten

          Durch den Forderungsverzicht von Banken, Lieferanten, Land, Arbeits- und Finanzamt, Krankenkassen, einem Pensionsverein sowie den Beschäftigten ist das Traditionsunternehmen vor allem von Zins- und Schuldenlasten befreit. Es kann nun durch das bisher positiv verlaufende operative Geschäft aus der Krise geführt werden. Schon für 2002 und 2003 erwartet Herlitz „schwarze Zahlen“.

          Bei den Banken als Mehrheitseigner und größter Gläubigergruppe war Herlitz mit 300 Millionen Euro verschuldet. Bisher war von einem Forderungsverzicht der Banken in Höhe von 30 Millionen bis 40 Millionen Euro die Rede. Das endgültige Volumen hängt von der Werthaltigkeit der Herlitz-Immobilien ab, die die Banken nun verwerten können. Die Kreditverbindlichkeiten für Herlitz hatten sich so nach früheren Angaben von 265 Millionen auf rund 80 Millionen Euro verringert.

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