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Safthersteller Beckers Bester : „Hardcore-Ökos erreichen wir nicht“

  • -Aktualisiert am

Sebastian Koeppel ist Geschäftsführer des Fruchtsaftherstellers „beckers bester GmbH“. Bild: Patrick Slesiona

Achtsamkeits-Seminare, Imkern, Debatten über Werte: Beckers Bester verordnete sich einen Kulturwandel, um eine Zukunft zu haben. Deshalb braucht sein Unternehmen Werte und Visionen.

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          Ein süßlicher Geruch liegt in der Luft. Vier Männer in weißen Kitteln stehen vor einer Maschine, mit der sie hier, im Werk des niedersächsischen Fruchtsaftherstellers Beckers Bester, ein besonders dickflüssiges Getränk abfüllen wollen. Sebastian Koeppel geht kurz hinüber zu seinen Mitarbeitern. Die haben schlechte Nachrichten für ihn. Als er zurückkehrt, ist die positive Ausstrahlung für einen Augenblick von ihm gewichen: „Der Test hat leider noch nicht geklappt“, sagt er. Die Männer werden sich die Köpfe unter ihren Haarnetzen noch weiter zerbrechen müssen.

          Es wäre nicht das erste Mal, dass Koeppel trotzdem eine Lösung findet. Die katastrophale Obsternte im Jahr 2017 hat das Unternehmen an den Rand einer Krise gebracht. „Dabei sollte 2018 eigentlich das Jahr werden, in dem wir zeigen: Wir sind wieder gesund! Und dann kamen plötzlich fünf Millionen Euro Kostensteigerung“, sagt Koeppel. Vor der Missernte hatte er seinen Mitarbeitern versprochen, niemanden mehr zu entlassen, um Geld zu sparen. Er musste einen anderen Weg finden. Also hob er die Preise an.

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