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Nach Säureanschlag : Anklage gegen Belgier wegen Angriff auf Ex-RWE-Manager

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Der frühere RWE- und Innogy-Manager Bernhard Günther wurde 2018 Opfer eines Säureangriffes Bild: dpa

In 2018 wurde der frühere Innogy-Manager Bernhard Günther bei einem Säureanschlag schwer verletzt. Jetzt wurde Anklage gegen einen 41-jährigen Belgier erhoben.

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          Etwas mehr als vier Jahre nach dem Säure­anschlag auf den Energiemanager Bernhard Günther in Haan bei Düsseldorf hat die Staatsanwaltschaft Wuppertal gegen einen 41 Jahre alten Mann Anklage erhoben. Dem Belgier, der im Dezember nach langen Ermittlungen festgenommen wurde, wird gemeinschaftliche schwere Körperverletzung vorgeworfen. Der Abgleich einer DNA-Spur hat ergeben, dass sich der Belgier am 4. März 2018 am Tatort aufgehalten haben muss.

          Mit einer weiteren Person soll er Günther aufgelauert und ihm hochkonzentrierte Säure über den Kopf gegossen haben. Günther, der damals Finanzvorstand des noch zum RWE-Konzern zählenden Unternehmens Innogy war, hatte an jenem Sonntagmorgen gerade seine Joggingrunde beendet.

          Der Manager kam mit schweren Verätzungen in eine Spezialklinik und schwebte zeitweise in Lebens­gefahr. Wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte, hat sich der tatverdächtige Belgier bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Ermittlungen gegen mehrere andere verdächtige Männer konnten nicht erhärtet werden und wurden eingestellt.

          Günther hat das Unternehmen Innogy mittlerweile verlassen. In einem Interview hatte er die Überzeugung geäußert, dass das Motiv für die Tat im „beruflichen Umfeld“ liege.

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