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Sachverständigenrat : Jens Südekum ist aus dem Rennen

Düsseldorfer Ökonom Südekum Bild: Ullstein

Die FDP verhindert den Favoriten von SPD und Grünen für den Rat der Wirtschaftsweisen. Nun soll ein Kandidat gefunden werden, der keiner Partei zuzuordnen ist.

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          Vier statt fünf Mitglieder zählt der Rat der Wirtschaftsweisen, das wichtigste Beratergremium der Bundesregierung, aktuell. Nun ist der bislang als Favorit gehandelte Ökonom Jens Südekum nach Informationen der F.A.S. aus dem Rennen um den fünften, seit mehr als einem Jahr unbesetzten Platz in dem Gremium, ausgeschieden. Der Düsseldorfer Ökonom galt als Wunschkandidat von SPD und Grünen.

          Maja Brankovic
          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaft und „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
          Johannes Pennekamp
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

          Seitdem der marktliberale Ökonom Lars Feld vergangenes Jahr den Rat verlassen hat, herrscht dort ein Patt: Monika Schnitzer und Achim Truger, die wirtschaftspolitisch als eher links gelten, stehen den ordnungspolitisch orientierten Forschern Veronika Grimm und Martin Werding gegenüber. Werding war erst kürzlich für Volker Wieland nachgerückt, der den Rat auf eigenen Wunsch überraschend verlassen hatte. Das Patt hatte unter anderem dazu geführt, dass das Gremium seit mehr als einem Jahr keinen Vorsitzenden hat und sich in wichtigen Fragen nicht so klar wie sonst positioniert hat.

          Dass Südekum nicht zum Zuge kommt, kann als Erfolg der FDP gewertet werden. Südekum, ein angesehener Fachmann für Regional- und Außenhandelsforschung, ist Mitglied der SPD. Die FDP mit Bundesfinanzminister Christian Lindner an der Spitze wollte nach F.A.S.-Informationen verhindern, dass der traditionsreiche Rat nach „links“ kippt.

          Nun soll ein Kandidat gefunden werden, der keiner Partei zuzuordnen ist. Lars Feld, der frühere Vorsitzende des Rats, hatte kürzlich in der F.A.Z. den Präsidenten des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, ins Spiel gebracht. Dieser hat aber bislang keine Bereitschaft erkennen lassen, den zeitaufwendigen Posten zu übernehmen.

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