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Bis Ende 2017 : Sachverständigenrat erwartet durch Flüchtlinge 250.000 Arbeitslose mehr

  • Aktualisiert am

Arbeitssuchende in Duisburg Bild: dpa

In keinem EU-Land ist die Arbeitslosigkeit derzeit so niedrig wie in Deutschland. Der Sachverständigenrat rechnet aber damit, dass sich die Zahl der Arbeitslosen wieder der 3-Millionen-Marke nähern wird.

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          Von der Bundesregierung beauftragte Wissenschaftler erwarten, dass die Arbeitslosenzahl in Deutschland im kommenden Jahr durch die Flüchtlingszuwanderung deutlich steigt und sich der Drei-Millionen-Marke annähert. Bis Ende 2017 gehe der Sachverständigenrat zur Begutachtung der wirtschaftlichen Entwicklung „von etwa 250.000 zusätzlichen Arbeitslosen infolge der Flüchtlingsmigration aus“, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturprognose der Wirtschaftsweisen.

          Fast jeder zwölfte Arbeitslose wäre dann nach Einschätzung der fünf Top-Ökonomen ein anerkannter Flüchtling. Etwa 80.000 bis 130.000 anerkannte Flüchtlinge wären dem Gutachten zufolge 2017 voraussichtlich erwerbstätig. Der überwiegende Teil werde aber nur geringfügig beschäftigt sein.

          Für den gesamten Arbeitsmarkt rechnen die Wirtschaftsweisen 2016 mit einem geringen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 2,808 Millionen. 2017 dürfte die Zahl den Berechnungen zufolge dann auf 2,958 Millionen zulegen.

          Insgesamt erwarten die Wirtschaftsweisen aber eine positive wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland - trotz internationaler Krisen und eines schwächelnden Welthandels. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde in diesem Jahr um 1,5 Prozent steigen und im nächsten Jahr einen Tick stärker um 1,6 Prozent zulegen: „Der Aufschwung in Deutschland setzt sich somit fort", erklärten die fünf Ökonomen in ihrer aktualisierten Konjunkturprognose für die Bundesregierung. Bisher hatten die Experten für dieses Jahr noch ein Plus von 1,6 Prozent veranschlagt, nach 1,7 Prozent Wachstum im vorigen Jahr. Die geringere Schätzung begründeten sie nun - wie zuletzt bereits andere Forscher - mit der schwächeren globalen Konjunktur.

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