https://www.faz.net/-gqe-952o4

Wegen Streikdrohungen : Ryanair erkennt erstmals Gewerkschaft schriftlich an

  • Aktualisiert am

Ryanair erkennt erstmals eine Gewerkschaft an. Bild: CLODAGH KILCOYNE

Lange hatte die Billig-Airline hatte es abgelehnt, Gewerkschaften als Vertreter ihrer Beschäftigten anzuerkennen. Doch Streikdrohungen zwingen Ryanair nun, Zusagen zu machen.

          1 Min.

          Der Billigflieger Ryanair wird vom 3. Januar 2018 an weiter mit der irischen Gewerkschaft Impact Trade Union verhandeln. Das teilten die Gewerkschaft und die irische Airline am Donnerstag in Dublin mit.

          Kurz vor Ablauf einer Frist hat die Fluggesellschaft schriftlich zugesagt, Impact Trade Union als Vertretung der Ryanair-Piloten in Irland anzuerkennen. Ryanair legte nach eigenen Angaben auch Vorschläge zum Gehalt und den Arbeitsbedingungen auf den Tisch.

          Ein erstes Treffen am vergangenen Dienstag hatte keine Fortschritte erbracht. Die Gewerkschaft pochte daraufhin auf die schriftliche Anerkennung bis Donnerstagmittag - was nun geschah.

          Die Billig-Airline hatte es zuvor grundsätzlich abgelehnt, Gewerkschaften als Vertreter ihrer Beschäftigten anzuerkennen. Nach koordinierten Streikdrohungen europäischer Pilotengewerkschaften in mehreren Ländern machte Ryanair eine Kehrtwende und bot Gespräche an. Bislang hatte sich die Fluggesellschaft stets nur mit lokalen Piloten-Komitees an europaweit verteilten Stationen gesprochen.

          Am Mittwoch hatten sich Firmenvertreter in Dublin mit einer Delegation der deutschen Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) getroffen, ohne dass zunächst Ergebnisse bekannt wurden. Die VC warnte Ryanair mit Blick auf Weihnachten vor Tricksereien.

          Die irische Airline war wiederholt in die Kritik geraten. Unter anderem soll es dort laut VC keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, aber umstrittene Dienstplanregeln und viele in Scheinselbstständigkeit arbeitende Kollegen geben.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die Demokratin Nancy Pelosi gerät im Weißen Haus mit Präsident Donald Trump aneinander.

          Trump gegen Pelosi : Da oben ist was nicht in Ordnung

          Syrien, Ukraine – und die eigene Partei: Donald Trump kämpft an mehreren Fronten. Das geht an die Substanz des amerikanischen Präsidenten. Das zeigt auch der heftige Streit mit Nancy Pelosi. Unterdessen verschärft sich die Konfrontation mit dem Kongress.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.