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Jonas Jansen, Redakteur in der Wirtschaft

RWE verzichtet auf Gasumlage : Keine Wohltat

  • -Aktualisiert am

Das RWE Gas- und Dampfturbinenkraftwerk Gersteinwerk in Hamm. Bild: dpa

Der Energiekonzern will die Gasumlage nicht in Anspruch nehmen. Was klingt wie eine Wohltat, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

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          Der Energiekonzern RWE hat angekündigt, darauf verzichten zu wollen, seine Verluste aus den gestiegenen Preisen durch die Gasumlage geltend zu machen. Was wohltätig klingt, ist im Grunde eine Selbstverständlichkeit bei einem Konzern, der in der Stromerzeugung von den enorm gestiegenen Preisen profitiert.

          Auch wenn es dem Unternehmen freilich zusteht, darauf zurückzugreifen – und nebenbei bemerkt von einigen Investoren auch mit Recht eingefordert werden könnte – zeigt die Entscheidung des Vorstands Fingerspitzengefühl. Es wäre schwer zu vermitteln, warum ein Konzern, der seine Gewinnprognose so heftig anhebt, auch noch von der Umlage profitieren sollte. Gedacht ist das schließlich für Unternehmen, die in Schieflage geraten sind und RWE steht wirklich mehr als solide da.

          Verteufeln muss man den Dax-Konzern gleichzeitig nicht, er hält nicht einfach die Hand auf, sondern investiert auch kräftig. Und das vor allem in grüne Energie. Auch wenn die Kohlekraftwerke nun erst einmal länger laufen sollen, darf man diese kurzfristige Versorgungssicherheit nicht mit der Langfristvision verwechseln. Die geht in die richtige Richtung – aber für sie braucht es eben auch Geld.

          Jonas Jansen
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

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