Industrie-Präsident Russwurm :
„Die globale Wettbewerbsfähigkeit des Standortes ist gefährdet“

Von Manfred Schäfers, Berlin
Lesezeit: 3 Min.
Siegfried Russwurm ist Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie.
Unternehmen zahlen hierzulande rund 30 Prozent Steuern auf ihre Gewinne, international sind 25 Prozent üblich, in der EU beträgt der Durchschnitt 21 Prozent. Was tun?

Die deutsche Industrie diskutiert mit Fachleuten und Politikern über das Steuerrecht für Unternehmen in Krisenzeiten. Der Bundesfinanzminister ist virtuell dabei – nicht als Redner, sondern als Impulsgeber mit seinem „Wachstumspaket 2023/2024“. In dem von Christian Lindner (FDP) angestoßenen Papier, das zur internen Meinungsbildung erarbeitet wurde und kurz vor dem Jahreswechsel publik wurde, ist von einer Renaissance des Steuerwettbewerbs die Rede, die in diesem Jahrzehnt zu erwarten sei. Aus folgendem Grund: „Die hohe effektive Belastung wurde durch andere Faktoren relativiert. Diese Phase ist beendet.“

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