https://www.faz.net/-gqe-9pci8

Russlands Wirtschaftskrise : Die Sanktionen müssen bleiben

Eine Mitarbeiterin der Partzsch Unternehmensgruppe arbeitet an Statoren für Elektromotoren und Generatoren. EU-Sanktionen haben der ostdeutschen Wirtschaft zwar geschadet, aber auch ihren Zweck erfüllt. Bild: dpa

Europäische Sanktionen werden oft für Russlands Wirtschaftsprobleme verantwortlich gemacht. Die Chefin der russischen Zentralbank sieht das anders – und kritisiert die landesinterne Wirtschaftspolitik.

          3 Min.

          In regelmäßigen Abständen kommen in Deutschland Forderungen auf nach einem Ende der EU-Sanktionen gegen Russland. Meistens mit dem Argument, sie schadeten der ostdeutschen Wirtschaft und änderten sonst nichts. Zuletzt sind diese Töne wieder lauter geworden – in Sachsen, Brandenburg und Thüringen wird bald gewählt. Kürzlich behauptete Klaus Ernst (Linke), Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Bundestag, die Sanktionen verzögerten sogar die Energiewende in Russland: Unternehmen könnten die nötigen Investitionen für einen Kohleausstieg nicht finanzieren.

          Nun denkt allerdings in Russland niemand daran, aus dem Kohleabbau auszusteigen, da der Export von Rohstoffen nach wie vor das wichtigste Geschäftsmodell ist. Tatsächlich aber hat der Handel vieler Länder mit Russland seit 2014 gelitten, sicher wurden einzelne Betriebe hart getroffen. Doch klingen manche Äußerungen, etwa von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU), als hinge das Wohl des Freistaats von Russland ab. Dabei gingen auch 2013, vor Beginn des Konflikts, nur 4,3 Prozent aller sächsischen Exporte nach Russland.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Deutsche Einzelkritik : Müller nervt Portugal, Gosens ragt heraus

          Beim Sieg über Portugal macht Robin Gosens wohl die Partie seines Lebens. Auch andere DFB-Akteure zeigen sich deutlich verbessert. Aber einer scheint nicht der Lieblingsspieler von Bundestrainer Joachim Löw zu sein.
          Vollelektrisch: Der Porsche Taycan Cross Turismo

          Sportwagenhersteller : Klimamanöver im Porsche-Tempo

          Die Hälfte der Porsche-Belegschaft wird in fünf Jahren eine andere Arbeit machen als heute. Es ist klar, was daraus folgt.

          Deutscher Sieg über Portugal : Ein Abend, an dem Funken sprühen

          Mit der überwältigenden Mischung aus Wucht und Wille erfüllt die DFB-Elf ihren Auftrag gegen Portugal. Auch die Konkurrenz in Fußballeuropa dürfte diese deutsche Verwandlung mit einigem Staunen gesehen haben.