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Druschba-Pipeline : Russland stoppt Öllieferungen nach Mitteleuropa

  • Aktualisiert am

In dieser Ölraffinerie südlich von Budapest endet ein Strang der Druschba-Pipeline. Bild: AP

Seit der vergangenen Woche erhalten Ungarn, Tschechien und die Slowakei kein Pipeline-Öl mehr. Der russische Betreiber konnte wegen der Sanktionen die Transitgebühren nicht mehr zahlen.

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          Die russischen Rohöllieferungen über die Ukraine nach Ungarn, Tschechien und in die Slowakei wurden in der vergangenen Woche gestoppt, nachdem der russische Pipelinebetreiber Transneft PJSC aufgrund der Sanktionen keine Transitgebühren zahlen konnte.

          Moskau hat schon die Sanktionen für die Drosselung der Erdgaslieferungen nach Europa über die Nord Stream-Pipeline verantwortlich gemacht. Eine ähnliche Unterbrechung der Ölströme könnte die Energiekrise in der Region noch verschärfen.

          Deutschland und Polen nicht betroffen

          Ukrtransnafta, der Betreiber des ukrainischen Ölpipelinenetzes, der Rohöl über den südlichen Abschnitt der Druschba-Verbindung transportiert, habe die Lieferungen am 4. August eingestellt, so Transneft in einer Mitteilung vom Dienstag. Die Ströme über den nördlichen Abschnitt der Verbindung nach Polen und Deutschland seien davon nicht betroffen.

          Der Vertrag zwischen Transneft und Ukrtransnafta sieht eine 100%ige Vorauszahlung für die Transitmengen vor. Der russische Pipelinebetreiber habe die Transitgebühr für August am 22. Juli gezahlt und das Geld am 28. Juli zurückerhalten, so Transneft.

          Laut Transneft sind die europäischen Banken nicht befugt, eigene Entscheidungen über grenzüberschreitende Zahlungen aus Russland zu treffen, und benötigen die Genehmigung der nationalen Regulierungsbehörden.

          Transneft arbeite an alternativen Möglichkeiten zur Überweisung der Mittel, heißt es in der Mitteilung. Der ukrainische Betreiber gab zunächst keine Stellungnahme ab.

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