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Alltag in Russland : In Moskau fehlt es an fast nichts

Badende in Moskau: Der Krieg ist im Alltag weit weg. Bild: AP

In Russlands Hauptstadt spürt die Bevölkerung kaum etwas von den Sanktionen des Westens. Nur wer hinter die Fassaden blickt, merkt: Es herrscht Krieg.

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          Am Roten Platz wirkt auf den ersten Blick alles wie immer. Scharen von Touristen schlendern an diesem heißen Augusttag über das Kopfsteinpflaster zwischen Kremlmauer und Luxuskaufhaus Gum, fotografieren einander vor den bunten Zwiebeldächern der Basiliuskathedrale, essen Eis, sind guter Laune.

          Katharina Wagner
          Wirtschaftskorrespondentin für Russland und die GUS mit Sitz in Moskau.

          Auch das Gum selbst, ein reich verzierter Prachtbau mit filigranem Glasdach von 1893, wirkt unverändert: In den Schaufenstern werben westliche Luxusmarken mit Haute Couture, davor blühen üppige, bestens gepflegte Blumenbeete.

          Doch wer genauer hinsieht, bemerkt selbst hier, rund um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt, die der Stolz des ganzen Landes sind, die Folgen seines Krieges gegen die Ukraine: Weil selbst aus Asien inzwischen kaum noch Touristen kommen, wehen an den Stäben der Reisegruppenleiter nur noch kleine russische Flaggen. Und in manchen Schaufensterscheiben des Gum sind bloß die Spiegelbilder der Menschen auf dem Roten Platz zu sehen, weil die Vitrinen dahinter leer sind.

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