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Energieversorgung : Ein hoher Preis für die Unabhängigkeit

EU-Kommissionpräsidentin Ursula von der Leyen bei der Vorstellung des EU-Energiepakets Bild: EPA

300 Milliarden Euro muss die EU bis 2030 investieren, um sich aus der Abhängigkeit von russischen Energielieferungen zu lösen. Die Zahl ist beeindruckend – und dennoch kein Grund, nun nach dem nächsten Schuldenfonds zu rufen.

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          Dass die Unabhängigkeit vom russischen Gas und Öl teuer ist, war immer klar. Die Zahl, die Brüssel nun in den Raum gestellt hat, ist dennoch beeindruckend: 300 Milliarden Euro muss die Europäische Union bis 2030 investieren, um sich von Russland zu lösen.

          Das Geld soll in den schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energie, Energieeffizienz, Biomethan und grünen Wasserstoff fließen. Das sind immerhin Investitionen, die ohnehin nötig gewesen wären, um die Klimaziele zu erreichen – wenn das höhere Tempo auch die Preise treibt.

          Anders sieht das beim geplanten Ausbau der In­frastruktur aus, um russisches Öl und Gas durch Lieferungen anderer zu ersetzen. Manche Pipeline und manchen Flüssiggas-Terminal wird man in einigen Jahren abschreiben müssen.

          Die gute Nachricht ist: Geld ist vorhanden. Die EU profitiert davon, dass der Corona-Fonds überdimensioniert war. 225 Milliarden Euro an Krediten hat bisher kein Staat beansprucht. Es gibt somit auch keinen Grund, nach dem nächsten Fonds zu rufen. Aber das wird die üblichen Verdächtigen nicht abhalten.

          Hendrik Kafsack
          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

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