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Gasversorgung : Erstmals Gas aus dem Schwarzen Meer

Standort der OMV-Petrom im Rumänischen Ploiesti. Bild: EPA

Lange hat Rumänien heimische Energiequellen vernachlässigt. Der Krieg in der Ukraine führt nun auch hier zu einer Wende, die sich für die Südosteuropäer lohnen könnte.

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          Mehr als drei Jahre lang hat das rumänische Parlament die Reform des Offshore-Gesetzes blockiert, weshalb Investoren sich weigerten, Geld in die Gasförderung aus dem Schwarzen Meer zu stecken. Doch Russlands Überfall auf die Ukraine und die Preissprünge für Energie haben alles geändert. Mitte Mai beschloss das Parlament das neue Gesetz, Mitte Juni floss erstmals Gas aus dem Boden unter dem Schwarzen Meer in das rumänische Pipelinenetz. Doch dabei allein soll es nicht bleiben.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

          Einen kräftigen Schub sollen nicht nur die Erneuerbaren, sondern soll auch die Atomstromerzeugung erfahren: „Wir haben das Ziel, unabhängig von Energieimporten zu werden“, sagt Energieminister Virgil-Daniel Popescu im Gespräch mit der F.A.Z. in Bukarest. Beim Gas soll das Autarkieziel 2026 erreicht sein. „Danach wollen wir ein Nettoexporteur von Energie werden“, sagt Popescu. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht.

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