https://www.faz.net/-gqe-71ony

Rüstungsindustrie : Qatar will angeblich bis zu 200 Leopard-Panzer kaufen

  • Aktualisiert am

Stückpreis rund 10 Millionen Euro: Der Kampfpanzer Leopard 2 Bild: KMW

Das Emirat Qatar hat einem Magazinbericht zufolge Interesse an bis zu 200 deutschen Panzern vom Typ „Leopard 2“. Angeblich haben Kanzleramt und Wirtschaftsministerium nichts gegen das Geschäft einzuwenden.

          1 Min.

          Die Regierung des Emirats Qatar hat nach Informationen des Magazins „Der Spiegel“ Interesse an deutschen Leopard-2-Kampfpanzern signalisiert. Die Scheichs wollten bis zu 200 Panzer kaufen, der Kaufpreis könne annähernd zwei Milliarden Euro betragen, berichtet das Magazin in seiner jüngsten Ausgabe.

          Rüstungsgeschäfte aus strategischen Gründen

          Vor einigen Wochen sei eine Delegation der Rüstungsfirma Krauss-Maffei Wegmann nach Qatar gereist, um über das Vorhaben zu sprechen. Im zuständigen Bundessicherheitsrat, in dem die Bundeskanzlerin, der Chef des Kanzleramtes und die wichtigsten Minister sitzen, sei der Wunsch der Qatarer bislang nicht diskutiert worden. Das Kanzleramt könne sich ein Geschäft mit Qatar aber ebenso vorstellen wie das Wirtschaftsministerium, heißt es in dem Bericht.

          Die Bundesregierung versuche unterdessen, in der Nato eine Liste von Drittstaaten aufzustellen, mit denen Rüstungsgeschäfte aus strategischen Gründen erlaubt sein sollen. Der deutsche Nato-Botschafter Martin Erdmann solle in Brüssel einen weiteren Versuch unternehmen, nachdem ein erster Vorstoß im Mai auf dem Nato-Gipfel in Chicago nicht gelungen sei. Zuletzt hatten mögliche Panzerlieferungen nach Saudi-Arabien und Indonesien sowie die Lieferung von U-Booten, die angeblich mit Atomwaffen ausgerüstet werden können, nach Israel für kritische Diskussionen in Deutschland gesorgt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Freiwillige warten in Ahrweiler in Rheinland-Pfalz auf ihren Einsatz.

          Hilfsbereitschaft : Mit der Schippe in der Hand

          In der Katastrophe zeigt sich die deutsche Gesellschaft leistungsfähiger, stabiler und bewundernswerter, als ihr mitunter attestiert wird. Es wäre gut, wenn das auch in der Corona-Krise so wäre.
          Siegte zwei Mal ohne Kampf: Tohar Butbul in Tokio

          Kampf gegen Israeli verweigert : Feinde und Freunde

          Judoka Tohar Butbul aus Israel wird auf olympischer Bühne Opfer des Antisemitismus. Leider kann man nicht auf die hoffen, die die Regeln machen, sondern meist nur auf die, die ihnen unterworfen sind. Das zeigt ein anderes Beispiel.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.