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Rüstungsindustrie : Qatar will angeblich bis zu 200 Leopard-Panzer kaufen

  • Aktualisiert am

Stückpreis rund 10 Millionen Euro: Der Kampfpanzer Leopard 2 Bild: KMW

Das Emirat Qatar hat einem Magazinbericht zufolge Interesse an bis zu 200 deutschen Panzern vom Typ „Leopard 2“. Angeblich haben Kanzleramt und Wirtschaftsministerium nichts gegen das Geschäft einzuwenden.

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          Die Regierung des Emirats Qatar hat nach Informationen des Magazins „Der Spiegel“ Interesse an deutschen Leopard-2-Kampfpanzern signalisiert. Die Scheichs wollten bis zu 200 Panzer kaufen, der Kaufpreis könne annähernd zwei Milliarden Euro betragen, berichtet das Magazin in seiner jüngsten Ausgabe.

          Rüstungsgeschäfte aus strategischen Gründen

          Vor einigen Wochen sei eine Delegation der Rüstungsfirma Krauss-Maffei Wegmann nach Qatar gereist, um über das Vorhaben zu sprechen. Im zuständigen Bundessicherheitsrat, in dem die Bundeskanzlerin, der Chef des Kanzleramtes und die wichtigsten Minister sitzen, sei der Wunsch der Qatarer bislang nicht diskutiert worden. Das Kanzleramt könne sich ein Geschäft mit Qatar aber ebenso vorstellen wie das Wirtschaftsministerium, heißt es in dem Bericht.

          Die Bundesregierung versuche unterdessen, in der Nato eine Liste von Drittstaaten aufzustellen, mit denen Rüstungsgeschäfte aus strategischen Gründen erlaubt sein sollen. Der deutsche Nato-Botschafter Martin Erdmann solle in Brüssel einen weiteren Versuch unternehmen, nachdem ein erster Vorstoß im Mai auf dem Nato-Gipfel in Chicago nicht gelungen sei. Zuletzt hatten mögliche Panzerlieferungen nach Saudi-Arabien und Indonesien sowie die Lieferung von U-Booten, die angeblich mit Atomwaffen ausgerüstet werden können, nach Israel für kritische Diskussionen in Deutschland gesorgt.

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