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Rückkehr an Finanzmärkte : Griechenland bringt Fünf-Jahres-Staatsanleihe auf den Weg

  • Aktualisiert am

Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras Bild: Reuters

Griechenland hofft, sich wieder auf normalem Weg Geld leihen zu können. Heute startet ein Probe-Anlauf für die Ausgabe neuer Staatsanleihen.

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          Erstmals seit der Machtübernahme im Januar 2015 hat Griechenlands Links-Rechts-Regierung am Montag eine Rückkehr an den Kapitalmarkt unternommen. Sie startete eine Auktion für eine fünfjährige Staatsanleihe. Es handelt sich um ein sogenanntes Roll-over älterer Anleihen vom Jahr 2014, wie das das Finanzministerium weiter mitteilte. Die Ergebnisse sollen möglicherweise schon am Dienstag bekanntgegeben werden. Federführend ist ein Konsortium führender internationaler Banken. Zu den Konsortialbanken gehören die Deutsche Bank, BNP Paribas, Bank of America Merrill Lynch, Citigroup, Goldman Sachs und HSBC.

          Der Marktgang kommt gut drei Jahre nach der erfolgreichen Platzierung von Staatsanleihen im Jahr 2014. Der damaligen konservativen Regierung war es damit - vier Jahre nach dem finanziellen Kollaps im Jahre 2010 - erstmals wieder gelungen, Kapital bei privaten Investoren zu holen. Der Zinssatz betrug damals 4,95 Prozent. Effektiv erhalten die Anleger 4,75 Prozent.

          Zuletzt hatte der Chef des Euro-Rettungsschirms ESM, Klaus Regling, das Euro-Land gedrängt, die Rückkehr an den Finanzmarkt vorzubereiten. Das dritte Hilfspaket von bis zu 86 Milliarden Euro endet im August 2018.

          Bei der einflussreichen Ratingagentur Standard & Poor's kommt Griechenland mittlerweile wieder etwas besser weg. Die Analysten der Ratingagentur haben Mitte des Monats in Aussicht gestellt, die Kreditwürdigkeit des Landes herauf zu stufen. Der Ausblick für das aktuelle Rating sei von „stabil“ auf „positiv“ angehoben worden, die Bonitätsnote selbst bleibe aber bei „B-“ - was allerdings weiterhin im sogenannten Ramschbereich liegt, der riskante Anlagen beschreibt.

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