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Rohstoffe : Irak exportiert wieder Öl

  • Aktualisiert am

Brandherd gelöscht, die einzige eigene Geldquelle des Irak sprudelt wieder Bild: EPA

Die Ölexporte aus Basra laufen wieder, doch die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) glaubt, die Anschläge auf die irakische Erdölindustrie bedrohten Bemühungen um eine Senkung der Ölpreise.

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          Nach fünftägiger Unterbrechung hat der Irak am Montag seine Ölexporte aus Basra im Süden des Landes nach Reparaturarbeiten wieder aufgenommen.
          Es werde bereits wieder eine Million Barrel erreicht, teilten Vertreter der irakischen Ölindustrie mit. Sabotageakte hatten die Exporte aus den Terminals Basra und Chor el Amaja vergangenen Mittwoch vollständig zum Erliegen gebracht und den Ölpreis zeitweise angetrieben.

          Wichtige Ölleitungen der Verladeterminals waren bei mehreren Anschlägen beschädigt worden. Die Wiederaufnahme der Ölexporte aus dem Süden Iraks war ursprünglich bereits für vergangenen Freitag geplant. Die Reparaturarbeiten hatten sich aber länger hingezogen als geplant.

          Die einzige eigene Einnahmequelle des Irak

          Auch die nördliche Pipeline zum türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan ist nach Anschlägen seit Beginn des Monats außer Betrieb. Die Ölexporte über die Terminals im Süden sind daher die einzige eigene Einnahmequelle des Irak. Vor den Anschlägen hatten sich die Exporte von dort auf 1,6 Millionen Barrel pro Tag belaufen.

          Die Anschläge auf die irakische Erdölindustrie drohen nach Einschätzung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) langfristig die Bemühungen um eine Senkung der Ölpreise zunichte zu machen. Für 2005 würden fallende Ölpreise erwartet, sagte Opec-Präsident Purnomo Yusgiantoro am Montag in Jakarta. Doch gebe es bereits Anzeichen dafür, daß wegen „des irakischen Problems“ die Preise wieder anziehen würden.

          Yusgiantoro deutete an, daß die Einflußmöglichkeiten der Opec-Staaten beschränkt seien. Die Mitglieder des Kartells produzierten bereits am Rande des Möglichen, allein „ein oder zwei Länder im Nahen Osten haben noch freie Kapazitäten“, sagte der indonesische Energieminister. Zwar seien die Nicht-Opec-Mitglieder bereits zu einer Steigerung ihrer Förderung aufgefordert worden, doch gebe es von ihnen noch keine Reaktionen.

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