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Hassan Rohani : Angriff auf Saudi-Arabien soll „Warnung“ gewesen sein

  • Aktualisiert am

Hassan Rohani Bild: dpa

Irans Präsident äußert sich zu den Urhebern des Angriffs auf Saudi-Arabien. Aus dem Land heißt es derweil: Die Reparatur der getroffenen Öl-Anlagen soll schneller gehen als erwartet.

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          Bei den Angriffen auf Öl-Anlagen in Saudi-Arabien hat es sich nach den Worten von Irans Präsident Hassan Rohani um eine „Warnung“ der jemenitischen Rebellen an die Regierung in Riad gehandelt. Saudi-Arabien solle daraus „Lehren“ ziehen, sagte Rohani am Mittwoch laut einer Mitteilung der iranischen Regierung auf Twitter. „Sie haben kein Krankenhaus getroffen (...), sie haben keine Schule getroffen (...). Sie haben nur ein Industriezentrum getroffen, um Euch zu warnen“, sagte Rohani demnach.

          Die Ölproduktion Saudi-Arabiens soll nach Angaben des Landes schon Ende September wieder normal laufen. Energieminister Abdulasis bin Salman sagte am Dienstag in Dschidda, dass das Land seine Rolle als sicherer Versorger der globalen Ölmärkte behalten werde. Ende September wolle Saudi-Arabien eine Kapazität von elf Millionen Barrel Öl pro Tag erreichen und bis Ende November zwölf Millionen. Auch die Methan- und Erdgasproduktion werde zum Monatsende wieder auf dem normalen Niveau liegen.

          Der weltgrößte Erdölexporteur müsse nun strenge Maßnahmen ergreifen, um weitere Angriffe zu verhindern, fügte der Minister hinzu. Die Ölversorgung der Kunden laufe wieder auf vollen Touren, da das Land auf Lagerbestände zurückgegriffen habe. Die Reparaturarbeiten an den Anlagen seien nicht so umfangreich wie ursprünglich erwartet.

          Amerikas Präsident Donald Trump erklärte, dass deshalb eine Freigabe der strategischen amerikanischen Ölreserven nun doch nicht nötig sei. Er sei bereit, zur Stützung der Märkte die Reserven anzuzapfen, sehe derzeit aber keinen Grund, da die Ölpreise nicht stark gestiegen seien. An diesem Mittwoch wird der amerikanische Außenminister Mike Pompeo in Dschidda erwartet.

          Saudi-Arabien: Wir wissen nicht, wer dahinter stand

          Der saudi-arabische Minister sagte weiter, sein Land habe keine Erkenntnisse darüber, wer hinter den Luftangriffen auf seine Öl-Anlagen steht. Saudi-Arabien kenne die Drahtzieher nicht. Amerikanische Regierungsvertreter hatten zuvor mehrmals wiederholt, Washington halte es für endgültig gesichert, dass die Attacken von iranischem Boden aus geführt worden seien.

          Die Luftangriffe auf zwei Öl-Anlagen am vergangenen Samstag hatten zu einem Einbruch der saudi-arabischen Ölproduktion geführt. Die Vereinigten Staaten vermuten einem Insider zufolge den Ausgangspunkt für die Angriffe im Südwesten Irans. Die Regierung in Teheran hat Vorwürfe zurückgewiesen, hinter dem Angriff zu stecken. Iran und Saudi-Arabien sind Erzrivalen und konkurrieren um die Vormachtstellung in der Golfregion.

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