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Pharmakonzern : Roche testet Medikament gegen Corona

Die Roche-Zentrale in Basel Bild: Reuters

Eigentlich ist es ein Mittel gegen Gelenkentzündungen, doch womöglich kann Actemra auch schwer erkrankten Coronavirus-Patienten helfen. Der Schweizer Pharmakonzern Roche beginnt ab sofort mit klinischen Tests.

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          Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat vielleicht ein Medikament zur Behandlung von schwer erkrankten Coronavirus-Patienten im Köcher. In enger Abstimmung mit der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA beginnt Roche von sofort an mit klinischen Studien, mit denen nachgewiesen werden soll, dass ein bereits seit Jahren auf dem Markt befindliches Medikament namens Actemra auch bei Covid-19-Infektionen wirksam eingesetzt werden kann. 

          Johannes Ritter

          Korrespondent für Politik und Wirtschaft in der Schweiz.

          Actemra ist eigentlich ein Mittel zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis. Ärzte in China haben vor einigen Wochen allerdings angefangen, dieses Medikament auch bei sehr schweren Corona-Fällen einzusetzen. „Dabei konnten sie offensichtlich gewisse positive Ergebnisse erzielen“, sagte ein Sprecher von Roche der F.A.Z. Auch Mediziner in anderen Ländern wie Italien und Spanien hätten Actremra ausprobiert. Nach ersten akademischen Studien in China wolle Roche nun selbst herausfinden, ob sich die Evidenzen aus  einzeln Fällen auch auf breiterer Basis bestätigen lassen.

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          Erfolg hatte das Medikament bisher vor allem in den Fällen, wo das Immunsystem der betroffenen Patienten überschießt und diese deshalb in Lebensgefahr geraten. Actemra unterdrückt genau eine solche Überreaktion. „Schlussendlich können nur klinische Studien beweisen, ob die Besserungen, die sich zeigen, wirklich auf dieses Medikament zurückzuführen ist“, sagte der Sprecher. Wann mit ersten Ergebnissen zu rechnen ist, vermochte er nicht zu sagen. „Klar ist: Für die FDA und für uns hat die Sache hohe Priorität. Wir wollen so schnell wie möglich Resultate haben.“  

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