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Werner Mussler (wmu.)

Risikoanalysen : Bankenstress

EU-Währungskommissar Joaquín Almunia: keine Indize für Gelassenheit Bild: AP

Es ist kein Indiz für Gelassenheit, wenn EU-Währungskommissar Joaquín Almunia zusätzliche nationale Stresstests fordert. Hat der Kommissar Informationen, die ihm seine Forderung sinnvoll erscheinen lassen?

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          Vor gerade mal einem Monat sind die EU-Finanzminister übereingekommen, auch das Bankensystem in der EU einem Stresstest zu unterwerfen, nicht zur Ermittlung des Kapitalbedarfs einzelner Banken wie in Amerika, sondern zur Prüfung der Widerstandsfähigkeit des Systems gegen Schocks.

          Wohl erst im Herbst wird der Ausschuss der europäischen Bankaufsichtsbehörden diese Übung beendet haben. Es ist kein Indiz für Gelassenheit, wenn EU-Währungskommissar Joaquín Almunia kurz nach dem Ministerbeschluss (an dem er beteiligt war) sagt, es seien zusätzliche nationale Stresstests erforderlich. Hat der Kommissar Informationen, die ihm seine Forderung sinnvoll erscheinen lassen?

          Hatte er sie vor vier Wochen noch nicht? Gilt dies auch für den Internationalen Währungsfonds, der in dieselbe Kerbe schlägt? Oder sind ihre Ideen eher Ausdruck eines Aktionismus, der den Instituten neuen Stress beschert? Der Bundesfinanzminister hat jedenfalls in einem recht: Es hat wenig Sinn, die Vereinigten Staaten in diesem Zusammenhang als Autorität heranzuziehen. Die europäischen Banken sind weniger untereinander vergleichbar als die Finanzinstitute in den Vereinigten Staaten.

          Werner Mussler
          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

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