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Rihanna & Co. : Der Aufstieg der Pop-Unternehmerinnen

Reese Witherspoon Bild: REUTERS

Immer mehr Weltstars aus Film, Musik und Showgeschäft gründen eigene Unternehmen – und machen aus Glamour ein Vermögen.

          2 Min.

          Es war der Deal der Woche – vielleicht nicht an der Wall Street, auf jeden Fall aber in Hollywood: Der größte Vermögensverwalter der Welt, Blackrock, zahlt rund 500 Millionen Dollar für die Mehrheit der Anteile an der Produktionsfirma von Schauspielerin Reese Witherspoon (45). Eine stattliche Summe für eine Firma, die es erst seit fünf Jahren gibt. Aber Witherspoon, die für ihre Rolle im Johnny-Cash-Film „Walk The Line“ einst mit dem Oscar ausgezeichnet wurde, hatte 2016 zusammen mit ihren Gründungspartnern die goldrichtige Idee, für Kino, TV und Streamingdienste vor allem Filme und Serien von, über und mit Frauen zu produzieren. In der Branche hat ihr das Respekt eingebracht; der unternehmerische Erfolg hängt nicht bloß an der Popularität der Unternehmerin.

          Sebastian Balzter
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Mit ihren Geschäften noch erfolgreicher als Witherspoon ist die Sängerin Rihanna (33), mit 250 Millionen verkauften Tonträgern eine der Großen ihres Fachs. Aber nicht mit Platten, CDs und Spotify-Klicks ist sie nach den jüngsten Berechnungen des Magazins Forbes zur wohlhabendsten Popmusikerin der Welt aufgestiegen. Sondern vor allem dank ihrer Mode- und Kosmetikfirmen. Allein ihre Anteile an Fenty Beauty, einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem französischen Luxusgüterkonzern LVMH, werden auf 1,4 Milliarden Dollar geschätzt. Es klang ein bisschen altväterlich, als LVMH-Chef Bernard Arnault seine Geschäftspartnerin kürzlich als eine „echte Unternehmerin“ lobte, war aber als eine Art Ritterschlag gedacht. Er nahm sie nämlich gleichzeitig als Designerin für sein Mode-Imperium mit Marken wie Louis Vuitton, Dior und Givenchy unter Vertrag.

          Jessica Alba
          Jessica Alba : Bild: AFP

          Weibliche Vorbilder für die neue Riege der Glamour-Unternehmerinnen, zu der an vorderster Stelle auch die mit Make-up-Firmen reich gewordenen Realityshow-Schwestern Kylie Jenner (23) und Kim Kardashian (40) sowie die als Wellness- und Lifestyle-Kapitalistin agierende Schauspielerin Gwyneth Paltrow (48) gehören, gibt es genug. Am längsten dabei ist die amerikanische Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey (67), die mit ihrer Produktionsfirma als erste Afroamerikanerin überhaupt in den Vereinigten Staaten zur Milliardärin wurde. Auch Victoria Beckham (47), einst ein „Spice Girl“, hat sich allen Vorurteilen zum Trotz als Modedesignerin etabliert.

          Rihanna
          Rihanna : Bild: dpa

          Wie gut das der Schauspielerin Jessica Alba (40) auf Dauer gelingen wird, muss sich dagegen noch zeigen. Sie hat ihre Firma Honest, die unter anderem Babywindeln und Kosmetik für Kunden mit besonders hohem ethisch-ökologischen Anspruch anbietet, im Mai an die Börse gebracht. Am ersten Handelstag wurde die Firma mit knapp 1,5 Milliarden Dollar bewertet, inzwischen ist sie nur noch etwas mehr als die Hälfte davon wert.

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