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Bayreuther Festspiele : „Richard Wagner war radikaler als Karl Marx“

Die «Meistersinger von Nürnberg» in der Inszenierung von Barrie Kosky gelten als eine der besten Bayreuther Produktionen aus jüngerer Zeit. Bild: dpa

An diesem Mittwoch enden die Bayreuther Festspiele. Der Politologe Herfried Münkler erklärt den Zusammenhang zwischen Bayreuth, dem Kapitalismus und einem Waffenlager im Garten.

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          Herr Münkler, in ­Bayreuth gehen gerade die Richard-Wagner-Festspiele zu Ende. In Ihrem neuen Buch porträtieren Sie den Komponisten gemeinsam mit Karl Marx und Friedrich Nietzsche. Eine aparte Kombination: Wie viel Marx steckt in Wagner?

          Ralph Bollmann
          Korrespondent für Wirtschaftspolitik und stellvertretender Leiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Auf den ersten Blick einiges, was die kritische Haltung zum Kapitalismus betrifft. Wenn man genauer hinschaut, handelt es sich aber um sehr unterschiedliche Formen der Kritik, auch um sehr unterschiedliche Vorstellungen von einer zukünftigen Gesellschaft. Nach der Revolution von 1848/49 trennen sich die Wege: Wagner wird zunehmend konservativer und Marx ringt mit der Frage, wie er nach dem Scheitern der politischen Revolution die Perspektive einer sozialistischen Gesellschaft aufrechterhalten kann.

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