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Neues Arbeitszeit-Modell : Urlaub, so viel Sie wollen

Richard Branson Bild: AFP

Der britische Unternehmer Richard Branson hat sich eine neue Urlaubsregel für sein Unternehmen ausgedacht: Vom Tage zählen hält er wenig. Die Urlaubs-Flatrate verbindet er mit einer Mahnung an die Belegschaft.

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          Urlaub vom Job nehmen, wann immer und wie lange man will – was utopisch klingt, will der britische Unternehmer Richard Branson für seine Angestellten zur Norm machen. „Es ist allein Sache des Arbeitnehmers zu entscheiden, ob und wann er ein paar Stunden, einen Tag, eine Woche oder einen Monat freinehmen will“, schreibt Branson in einem Blog auf der Internetseite seiner Unternehmensgruppe Virgin. Der Urlaub braucht in Zukunft weder beantragt, noch genehmigt werden – nur das Arbeitspensum muss bewältigt werden.

          Marcus Theurer

          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Von Mitarbeitern und Vorgesetzten werde auch nicht verlangt, dass sie die freien Tage zählten, erläuterte der 64 Jahre alte Branson seine neue Personalpolitik. Er  erwarte aber von seinen Angestellten, dass diese verantwortungsvoll von der Regelung Gebrauch machten. Bransons Urlaubs-Flatrate gilt zunächst nur für die 170 Angestellten der Virgin-Holdinggesellschaft in Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Falls sich das Verfahren bewähre, solle sie möglichst für alle Mitarbeiter der Unternehmensgruppe eingeführt werden, kündigte Branson an.

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          Der schillernde Milliardär ist in Großbritannien einer der bekanntesten Unternehmer. Mit der Virgin-Gruppe hat er in den vergangenen vier Jahrzehnten ein rund um den Globus aktives kunterbuntes Firmen-Konglogmerat aufgebaut, zu dem Dutzende von Sparten zählen – darunter mehrere Airlines, eine Eisenbahngesellschaft, eine Fitnessstudio-Kette, eine Weinhandlung und ein Finanzdienstleister.

          Branson folgt mit dem unbegrenzten Urlaub dem Vorbild der amerikanischen Online-Videothek Netflix, die eine ähnliche Regelung hat. Allerdings verbindet er die neue Urlaubs-Freiheit mit einer Mahnung an die Belegschaft: Der Unternehmer schreibt in seinem Blog, er gehe davon aus, dass seine Angestellten nur dann eine Auszeit nähmen, „wenn sie hundertprozentig sicher sind, dass sie und ihr Team mit allen ihren Projekten auf dem laufenden sind und ihre Abwesenheit dem Unternehmen nicht schadet – und auch nicht ihrer Karriere.“

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