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Wichtige Nord-Süd-Verbindung : Wieder Zugbetrieb auf der Rheintalbahn

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Nach sieben Wochen Zwangssperrung fährt in der Nacht zu Montag bei Niederbühl (Baden-Württemberg) wieder ein Zug auf der wiedereröffneten Rheintalbahn-Strecke zwischen Rastatt und Baden-Baden. Bild: dpa

Sieben Wochen war die Rheintalbahn gesperrt. Nun endlich rollt der Zugverkehr wieder auf der wichtigen Nord-Süd-Verbindung. Der Streit um Mehrkosten und Schadenersatz hat erst begonnen.

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          Nach gut sieben Wochen Sperrung ist der Zugverkehr auf der wichtigen Rheintalbahn-Strecke zwischen Rastatt und Baden-Baden wieder angelaufen. Kurz nach Mitternacht am Montag rollte der erste Zug über den reparierten Abschnitt in Rastatt.

          Die für den gesamten europäischen Bahnverkehr bedeutsame Nord-Süd-Verbindung war seit dem 12. August gesperrt. Damals hatten sich beim Tunnelbau für die Neubaustrecke die Schienen gesenkt, nachdem Wasser und Erdreich eingedrungen waren. Die meisten Personenzüge sollen am Montag wieder planmäßig verkehren. Auch der Güterverkehr läuft wieder an.

          Tausende Fahrgäste waren täglich von der Sperrung betroffen. Für sie verlängerte sich die Reisezeit um bis zu eine Stunde. Hart getroffen wurden Güterverkehrsunternehmen, die von hohe Umsatzausfällen und Mehrkosten berichteten. Nur ein Teil des normalen Güterverkehrs habe über Ersatzstrecken abgewickelt werden können. Die Firmen befürchten, dass ein Teil des Verkehrs dauerhaft auf die Straße verlagert wurde. Verschiedene Unternehmen prüfen Schadenersatzklagen.

          Aus Teilen der Politik, von Logistikunternehmen und Verkehrsverbänden kam scharfe Kritik an der Deutschen Bahn (DB). Sie werfen dem Unternehmen mangelnde Risikovorsorge bei dem Bauprojekt vor. Es habe keine Pläne für den Fall einer solchen Panne gegeben.

          Die Bahn rechnet nach dem Schaden an der Tunnelröhre mit Verzögerungen an den Bauprojekt. Die Mehrkosten seien noch nicht zu beziffern. Zwischen Bahn und den Baufirmen laufe ein Schiedsverfahren.

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