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Restaurants : Wienerwald stellt Insolvenzantrag

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Trotz Insolvenz geht der Geschäftsbetrieb erst einmal weiter Bild: dpa

Die traditionsreiche Hähnchenbraterei-Kette Wienerwald ist zahlungsunfähig. Grund für die Zahlungsunfähigkeit sind Umsatzrückgänge durch Konjunkturschwäche und die Hühnerpest.

          Die traditionsreiche Hähnchenbraterei-Kette Wienerwald AG ist zahlungsunfähig und hat Insolvenzantrag gestellt. Grund für die Zahlungsunfähigkeit seien Umsatzrückgänge durch die Konjunkturschwäche und durch die Tierseuche Hühnerpest, teilte die Wienerwald AG am Dienstag in München mit. Der vorläufige Insolvenzverwalter werde den Geschäftsbetrieb in den 38 Restaurants mit dem derzeitigen Management fortführen.

          Die Suche nach Investoren und frischem Kapital habe begonnen, die Gespräche darüber gingen auch nach dem Insolvenzantrag weiter. Bei dem Unternehmen und beim vorläufigen Insolvenzverwalter Eckhart Müller-Heydenreich war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Das Unternehmen, das in 38 eigenen Restaurants 500 Mitarbeiter beschäftigt und 2002 einen Umsatz von 25,2 Millionen Euro verbuchte, wollte ursprünglich im laufenden Jahr wieder die Gewinnzone erreichen.

          Die von der deutschen Wienerwald AG unabhängige österreichische Wienerwald GesmbH hatte schon im Juli 2002 ein gerichtliches Ausgleichsverfahren beantragt, das einem deutschen Insolvenzverfahren vergleichbar ist.

          Das 1955 von dem gelernten Kellner Friedrich Jahn gegründete Unternehmen war lange vor McDonald's die erste große Schnellrestaurant-Kette in Deutschland. Nach einem beispiellosen Aufstieg folgte Anfang der 1980er Jahre nach der internationalen Expansion des Konzerns der Zusammenbruch der Kette. Auf ihrem Höhepunkt zählten zu dem Konzern 900 Restaurants in den USA und 700 in Deutschland und Österreich.

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