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Reserven in Moçambique : Jagd auf Afrikas Erdgas-Schätze

Vor der idyllischen Küste von Moçambique liegen riesige, bisher unerschlossene Gasfelder. Bild: Getty

Beträchtliche Funde in Moçambique und Senegal haben einen Investitionsboom ausgelöst. Das Interesse aus Europa und Asien ist riesig – doch es fehlt an Infrastruktur und Regeln.

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          Als vor zwei Wochen in dem südostafrikanischen Moçambique gewählt wurde, blickten Beobachter besonders bang auf den Norden des Landes. In der an Tansania grenzenden Provinz Cabo Delgado wüten seit mehr als einem Jahr Islamisten. Sie nennen sich „Soldaten des Kalifats“, machen ganze Ortschaften dem Erdboden gleich und massakrieren deren Bewohner. Rund 300 Menschen sollen dem Terror bislang zum Opfer gefallen sein – und ein Ende des Mordens ist nicht in Sicht.

          Claudia Bröll

          Freie Autorin für die Wirtschaft in Südafrika.

          Thilo Thielke

          Freier Berichterstatter für Afrika mit Sitz in Kapstadt.

          Viele Informationen dringen nicht aus der Provinz mit ihren rund zweieinhalb Millionen Einwohnern. Die Regierung hält Journalisten fern. Reisende wollen zuletzt russische Milizionäre gesichtet haben. Gut möglich, dass die Regierung alte Verbündete im Kreml zu Hilfe gerufen hat, um dem Spuk ein Ende zu bereiten. Moskau hat traditionell enge Verbindungen zu den Marxisten der seit 1975 herrschenden „Befreiungsfront Moçambiques“ (Frelimo) – seit einigen Jahren aber auch verstärkt wirtschaftliche Interessen. Erst kürzlich unterzeichnete der russische Mineralölkonzern Rosneft ein Abkommen mit der Frelimo-Regierung – es gestattet den Russen, vor der Küste Gasfelder zu erschließen.

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