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Kommentar : Obamas Energiewende

Die Republikaner lassen sich von Barack Obama nicht überzeugen, dass es Zeit ist für eine Energierevolution. Allerdings hilft Obama die harte wirtschaftliche Realität.

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          „Waffen, Kohle, Freiheit“: Das war der Slogan, mit dem der Republikaner Mitch McConnell in seinem Bundesstaat Kentucky zum Senator gewählt worden ist. Der Mann ist mächtig als Fraktionschef der Republikaner, und kämpft mit allen Mitteln dafür, dass Obamas Energiewende nie Wirklichkeit wird.

          Viele Republikaner glauben, die von Menschen gemachte Klimaerwärmung sei eine Erfindung von liberalen Kräften und einer interessierten Industrie, die ihnen die wirtschaftliche Freiheit beschränken will. Sie lassen sich nicht von Wissenschaftlern überzeugen, und auch nicht vom Papst, der auf seiner anstehenden Reise durch Amerika den Klimawandel zum Thema machen wird. Und schon gar nicht lassen sich die Republikaner von Barack Obama überzeugen, dass es Zeit ist für eine Energierevolution.

          Spätestens seit Al Gore mit einem Klimaprogramm Präsident werden wollte, ist das politische Klima vergiftet. Was Obama allerdings hilft ist die harte wirtschaftliche Realität: Kohleförderung in den Vereinigten Staaten wird wirtschaftlich unattraktiv, weil die Stromproduktion aus Gas billiger geworden ist und die internationale Nachfrage nach amerikanischer Kohle schrumpft.

          Winand von Petersdorff-Campen
          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

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