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Zusätzliche Millioneneinkünfte : Rentenversicherung kämpft mit neuer Einheit gegen Schwarzarbeit

Die Rentenversicherung ist den Arbeitgebern, die Angestellte schwarzarbeiten lassen, auf der Spur. Bild: dpa

135 Mitarbeiter prüfen seit Jahresbeginn, ob verdächtige Arbeitgeber ihre Beiträge gezahlt haben, hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung erfahren. Die Rentenversicherung dürfte damit hunderte Millionen Euro eintreiben.

          Die Deutsche Rentenversicherung verstärkt den Kampf gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung kann sie dabei mit zusätzlichen Einnahmen in dreistelliger Millionenhöhe rechnen.

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

          Seit Jahresbeginn prüft eine neue Arbeitseinheit mit 135 Mitarbeitern, ob Arbeitgeber in Fällen des Verdachts auf Schwarzarbeit oder nach der Eröffnung von Insolvenzverfahren die Sozialversicherungsbeiträge für ihre Beschäftigten richtig abgeführt haben. Im vergangenen Jahr summierten sich die Nachforderungen in diesen Fällen auf rund 190 Millionen Euro; dazu kamen Säumniszuschläge von 100 Millionen Euro.

          Durch die Bündelung von Ressourcen will die Deutsche Rentenversicherung die nicht planbaren Prüfungen noch schneller und effizienter vornehmen. Außerdem will sie besser mit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls kooperieren.

          Die Rentenversicherung Bund kontrolliert jedes Jahr in mehr als 400.000 Betriebsprüfungen, ob Arbeitgeber die Beiträge zur Renten-, Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung korrekt bezahlt haben. In den regulären Prüfungen forderte die Rentenversicherung 2018 339 Millionen Euro an Beiträgen und Umlagen nach – plus 31 Millionen Euro Säumniszuschläge.

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