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Rente : Schrumpfend

  • -Aktualisiert am

Ausgerechnet in einer Zeit, in der die Erwerbstätigenquote der Älteren steigt und viele Nachbarländer mit deutlich besseren demographischen Strukturen als Deutschland länger arbeiten wollen, stellt SPD-Parteichef Gabriel die Rente mit 67 in Frage. Sinn macht das nicht.

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          Die SPD flieht vor ihrer eigenen Vergangenheit. Nun stellt auch der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel die ungeliebte Rente mit 67 in Frage, die einer seiner Amtsvorgänger, Franz Müntefering als Arbeitsminister, in einer Nacht-und-Nebel-Aktion der eigenen Partei aufgedrückt hatte.

          Ausgerechnet in einer Zeit, in der die Erwerbstätigenquote der Älteren steigt und zahlreiche europäische Nachbarländer mit deutlich besseren demographischen Strukturen als Deutschland länger arbeiten wollen, setzt Gabriel zur Rolle rückwärts an. Es wird zunehmend einsam um den SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, der mit den richtigen, aber unpopulären Argumenten für einen späteren Renteneintritt wirbt und als letzter Sozialdemokrat von Rang die Agenda 2010 verteidigt.

          In der SPD unter Gabriel sind wieder die Linken und die Gewerkschaften am Ruder. Sie wollen die Sozialreformen, für die die SPD nach Gerhard Schröder politisch teuer bezahlt hat, zurückdrehen. Sie wollen sich aber zugleich die schönen Erfolge am Arbeitsmarkt an die Brust heften. Beides zusammen geht jedoch nicht. Ebenso wenig, dass immer weniger Beschäftigte mehr Rentnern länger Rente zahlen.

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