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Pläne des CDU-Sozialflügels : Rente mit Zukunft

Seniorinnen auf einer Parkbank Bild: dpa

Die Forderung nach einer Pflicht zur privaten Altersvorsorge setzt einen bedeutenden Gegenpunkt zur Rentenpolitik der Bundesregierung. Bleibt eine Reform aus, leidet das Vertrauen ins Rentensystem weiter.

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          Eine Pflicht zur privaten Altersvorsorge für alle? Und das gekoppelt mit einem staatlich organisierten Anlageprodukt? Der Sozialflügel der CDU beweist politischen Mut. Er bietet mit seinem Vorstoß die Angriffsfläche für lebhafte Auseinandersetzungen über die Zukunft der Alterssicherung. Und verdient schon dafür Respekt.

          Denn während sich die Regierung in planlosen Erweiterungen der gesetzlichen Rente verzettelt, rückt damit endlich die offensichtliche Reformaufgabe in den Blick: Die staatlich geförderte „Riester-Rente“ hat zwar auf dem Papier die Rolle einer tragenden Säule der Alterssicherung. Da sie diese aber lückenhaft erfüllt, leidet das Vertrauen ins ganze Rentensystem.

          Technisch geht es in der Auseinandersetzung darum, wie sich in einer alternden Gesellschaft das bröckelnde Fundament der umlagefinanzierten Rente mittels Kapitalanlagen verbreitern lässt. Ideologisch geht es aber längst darum, ob kapitalgedeckte Vorsorge nicht von vorn herein als Teufelswerk böser Finanzmärkte abzulehnen sei. Während auch die Regierung mit ihrer kurzsichtigen Rentenpolitik an dieser Legende strickt, setzt der CDU-Sozialflügel einen wegweisenden Kontrapunkt.

          Dietrich Creutzburg

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

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