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Alterung : Deutsche bekommen heute doppelt so lange Rente wie 1960

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Auch das geht: Arbeiten im hohen Alter Bild: dpa

Beinahe 20 Jahre - so lange beziehen die Deutschen mittlerweile im Schnitt Rente. Das hat Folgen.

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          Rentner in Deutschland erhalten ihre Altersbezüge im Durchschnitt beinahe 20 Jahre lang. Innerhalb der vergangenen zwei Jahrzehnte stieg die durchschnittliche Dauer des Rentenbezugs um 3,6 auf 19,6 Jahre. „Grund für diese Entwicklung ist vor allem, dass die Lebenserwartung in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen hat“, sagte der Vorsitzende des Bundesvorstandes der Deutschen Rentenversicherung Bund, Alexander Gunkel.

          Gunkel wies auf die schon länger bekannte Entwicklung aus Anlass einer Bundesvertreterversammlung hin. Dieses Parlament der Rentenversicherung tagt an diesem Donnerstag in Berlin.

          Die Babyboomer kommen

          Seit dem Jahr 1960 hat sich die Bezugszeit sogar fast verdoppelt. Das durchschnittliche Alter, bis zu dem die Rente gezahlt wird, betrug im vergangenen Jahr 79,5 Jahren. Männer haben ihre Rente im Schnitt bis 77,1 Jahre, Frauen bis 81,8 Jahre erhalten. „Die Rentnerinnen und Rentner profitieren erheblich von den längeren Rentenlaufzeiten“, sagte Annelie Buntenbach, die dem Bundesvorstand im Wechsel mit Gunkel vorsitzt. Innerhalb der vergangenen Jahrzehnte habe sich die Rentenleistung deshalb insgesamt deutlich erhöht.

          Dass immer länger Renten gezahlt werden, ist auch in der aktuellen Reformdebatte von Belang. In den kommenden Jahren gehen nämlich auch immer mehr ältere Arbeitnehmer aus den geburtenstarken Babyboomer-Jahrgängen in den Ruhestand.

          Die Rentenkasse dürfte so immer mehr unter Druck geraten. Unter anderem Wirtschaftspolitiker der Union hatten immer wieder gefordert, dass die Menschen bei längerem Rentenbezug und weniger Beitragszahlern künftig auch über das 67. Lebensjahr hinaus arbeiten müssten.

          Auf der Bundesvertreterversammlung informiert Gunkel, der die Arbeitgeber in der Selbstverwaltung der Rentenversicherung vertritt, über die Finanzlage der Rentenversicherung. Die Präsidentin der Rentenversicherung, Gundula Roßbach, will zur aktuellen Reformdebatte Stellung nehmen.

          So will die SPD das Rentenniveau sichern und perspektivisch anheben. Eine neue Solidarrente soll Geringverdiener zudem besser davor schützen, in Altersarmut abzurutschen. Die Union hatte im Wahlkampf größere Rentenversprechen vermieden. Sie will Wesentliches erst in einer Kommission beraten. Die CSU will die Mütterrente ausweiten.

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