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Rente : Am Kapitalmarkt gibt es mehr

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Das Mißtrauen von jungen Menschen in die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) gründet nicht zuletzt in Renditevergleichen. Sie lassen die Rente schlecht aussehen.

          Das Mißtrauen von jungen Menschen in die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) gründet nicht zuletzt in Renditevergleichen. Vergleicht man die über ein Arbeitsleben geleisteten Einzahlungen in die GRV und die Auszahlungen im Rentenalter, läßt sich als interner Zinsfuß eine reale Rendite berechnen.

          Solche Analysen sind umstritten, weil sie auf Annahmen beruhen über die künftige Entwicklung von - politisch bestimmten - Beitragssätzen und Rentenhöhen, über die Lebenserwartung, die Inflationsraten und die Einkommensentwicklung. Verschiedene Studien kommen naturgemäß zu verschiedenen Ergebnissen. Manche Aussagen aber sind hinreichend abgesichert, weil sie sich direkt aus der Umverteilung in der GRV ergeben.

          Negative Rendite ab Geburtsjahr 1980

          Spät geborene unverheiratete Männer erzielen in der GRV die geringsten Renditen. Frauen haben eine höhere Lebenserwartung und so eine höhere Rendite. Verheiratete haben eine höhere Rendite. Später Geborene haben eine niedrigere Rendite als frühere Jahrgänge. In einer Untersuchung noch vor der Riester-Reform kam das Deutsche Institut für Altersvorsorge in Köln zum Schluß, daß ledige Männer, die Anfang der sechziger Jahre und später geboren wurden, nicht mehr auf eine positive Rendite hoffen dürfen: Sie zahlen in die GRV mehr ein, als sie herausbekommen. Bei den nach 1980 Geborenen geht die Rendite - gemittelt über alle Klassen - gegen null Prozent und wird allmählich negativ. Die Riester- und die kommende Rürup-Reform dürften nach Aussagen von Ökonomen dafür sorgen, daß die Rendite für ganz junge Jahrgänge sich verbessern wird, auf Kosten älterer Jahrgänge.

          Die Rendite der GRV muß verglichen werden mit der Rendite in einem kapitalgedeckten Rentensystem. Im historischen Durchschnitt ließ sich in der Bundesrepublik eine Rendite am Kapitalmarkt von 4 bis 4,5 Prozent erzielen, sagt der Ökonom Axel Börsch-Supan. Die Alterung der Bevölkerung wird auch die Kapitalmarktzinsen drücken. Börsch-Supan erwartet eine Minderung um etwa einen Prozentpunkt auf 3 bis 3,5 Prozent.

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