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Kartellrecht : Remondis kämpft weiter um Übernahme des Grünen Punktes Neue Wettbewerbslage als Argument für Fusion

Bild: dpa

Am 22. April will das Oberlandesgericht Düsseldorf seine Entscheidung im Fall „Remondis“ bekannt geben. Rechtsexperten schätzen die Erfolgsaussichten der Beschwerde als gering ein.

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          Als das Bundeskartellamt im vorigen Jahr die geplante Elefantenhochzeit auf dem deutschen Entsorgungsmarkt untersagte, war der „Grüne Punkt“ eindeutiger Marktführer. Die Entsorgung und das Recycling von rund einem Drittel aller leeren Verkaufsverpackungen liefen über das Duale System Deutschland (DSD). Sein Wunschpartner wiederum, der westfälische Branchenriese Remondis, ist der mit Abstand größte deutsche Entsorger. Angesichts dieser Machtballung warnte Kartellamtspräsident Andreas Mundt vor steigenden Kosten und Verbraucherpreisen. DSD und Remondis könnten sich gegenseitig Aufträge zuschanzen und so Wettbewerber ausschalten, befürchtet er.

          Helmut Bünder
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Aber seitdem hat sich der Markt stark verändert, und deshalb könnte auch das Veto gegen die Megafusion in einem anderen Licht erscheinen. Diese Frage beschäftigt das Oberlandesgericht Düsseldorf, dessen Kartellsenat eine Remondis-Beschwerde gegen die Untersagung überprüft. Nach Absage der für diesen Mittwoch angesetzten Verhandlung will das OLG am 22. April direkt seine Entscheidung verkünden. Dem Grünen Punkt ist mit Aldi der größte Kunde von der Fahne gegangen. Sein Marktanteil etwa bei Leichtabfällen aus der gelben Tonne liegt nur noch bei rund 17 Prozent, ähnlich sieht es bei Altglas und Altpapier aus. Spitzenreiter ist jetzt Belland-Vision, eine Tochtergesellschaft des französischen Entsorgungskonzerns Suez. Und mit PreZero hat die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) ein neues duales System aufgebaut, das für weitere Verschiebungen sorgen könnte.

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