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Hitzefolgen und Infrastruktur : Menschliches Versagen

Austrocknendes Flussbett: Noch kann ein Ausflugsdampfer zwei Frachter auf Höhe des Bingener Mäuseturms passieren. Bild: Maximilian von Lachner

Der Rhein ein Rinnsal, die Brücken marode: Wie wir leben und wirtschaften, stößt an Grenzen. Weil uns Fähigkeiten, Fachkräfte und Fortschrittswille fehlen.

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          Rekordhitze, der Rhein ein Rinnsal, die Brücken darüber marode: Man muss kein Kapitalismuskritiker sein, um in diesem Sommer festzustellen, dass die Art, wie wir leben, wirtschaften und uns fortbewegen, an Grenzen stößt – und zwar schneller, als uns lieb sein kann. Vertrocknete Wälder stehen in Flammen, Atomkraftwerke in Frankreich können nicht mehr gekühlt werden, in Italien und den Niederlanden muss wegen Wasserknappheit der Notstand ausgerufen werden. Als wären Krieg und Corona nicht genug, wird die Lage auch jenseits davon katastrophaler.

          Es wäre lächerlich abzustreiten, dass wir Menschen mit alldem etwas zu tun haben. Wir kaufen Jeans, deren Herstellung und Rohstoffe 2000 Liter Wasser je Hose verbrauchen. Wir importieren jetzt Kohle, die mit Tankern aus Australien beschafft wird, und fliegen in den Urlaub – wie immer. Das alles könnte schön sein, oder zumindest halb so schlimm, wenn es gelänge, die schädlichen Nebenwirkungen besser in den Griff zu bekommen. Doch es fehlt gerade hierzulande an so vielem: an Fähigkeiten, Fachkräften und Fortschrittswillen.

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