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Sachsen-Anhalt : Reiner Haseloff sieht Kohlekompromiss in Gefahr

Dampfwolken ziehen vom sächsischen Kraftwerk Schkopau in den Abendhimmel. Bild: dpa

Sachsen-Anhalt fürchtet um seine Braunkohle, denn Uniper will das Kohlekraftwerk Schkopau früher als geplant abschalten. Gegenüber der F.A.Z. sagt der Regierungschef, was nun auf dem Spiel steht.

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          Kurz vor den entscheidenden Sitzungen in Berlin zur Vorbereitung des Kohleausstiegs droht Sachsen-Anhalt damit, aus dem vor einem Jahr in der Kohlekommission erzielten Kompromiss auszusteigen. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Magdeburg werde sich aus den Gesprächen zurückziehen, falls der nordrhein-westfälische Energieversorger Uniper das Braunkohlekraftwerk Schkopau in Sachsen-Anhalt früher als geplant abschalte.

          Helmut Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Christian Geinitz

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          Unterstützt von der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen will Uniper entgegen den Kommissionsempfehlungen ein neues Steinkohlekraftwerk (Datteln4) im nördlichen Ruhrgebiet in Betrieb nehmen. Im Gegenzug hat der Konzern angeboten, seine übrigen Kohlemeiler vorzeitig aus der Produktion zu nehmen oder auf Gas umzustellen. „Das ist für mich die Aufkündigung des Kohlekompromisses. Wenn das so bliebe, stimme ich nicht zu“, kündigte Haseloff an. „Ich kann zwar überstimmt werden. Aber wenn ein einzelnes Kohleland überstimmt wird, ist der Kohleausstieg kein Konsens mehr.“

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