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Korruptionsverfahren : Die reichste Frau Afrikas wehrt sich

Isabel dos Santos am 5. Februar 2018. Bild: AFP

Isabel dos Santos steht im Mittelpunkt eines Korruptionsverfahrens in Angola. Daraufhin wurde ihr Vermögen am Silvesterabend eingefroren. Nun weist sie alle Vorwürfe von sich – und sieht sich als das Opfer eines Verbrechens.

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          Nachdem ein Gericht in Angolas Hauptstadt Luanda das Vermögen von Isabel dos Santos eingefroren hat, sieht sich die Tochter des langjährigen Präsidenten Angolas und reichste Frau Afrikas als Opfer einer „politisch motivierten Attacke, die alle Gesetze verletzt“. Wie berichtet, hatte ein Gericht in Luanda auf Antrag des Generalstaatsanwalts kurz vor Neujahr dos Santos’ Zugriff auf Konten und Vermögenswerte im Land gesperrt. In dem Korruptionsverfahren wird ihr vorgeworfen, sich am staatlichen Ölkonzern Sonangol und am Diamantenunternehmen Sodiam bereichert zu haben. Sie soll 1,136 Milliarden Dollar zurückzahlen. Auch ihr Ehemann Sindika Dokolo sowie der portugiesische Geschäftspartner Mario da Silva, Chef der Banco de Fomento Angola, werden mitbeschuldigt. Das Einfrieren ihres Vermögens umfasst unter anderem ihre Beteiligungen an Unitel, Angolas größtem Mobilfunkunternehmen, sowie an der BFA-Bank.

          Philip Plickert
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Die 46 Jahre alte Tochter des früheren Präsidenten José Eduardo dos Santos wehrt sich nun. Über eine Londoner PR-Agentur verschickte die Geschäftsfrau, die in Großbritannien und Portugal lebt, eine wütende Verteidigungsschrift und klagt die Regierung von Präsident João Lourenço an. Das Verfahren gegen sie habe „in totaler Geheimhaltung“ stattgefunden, und sie habe keine Möglichkeit gehabt, sich zu verteidigen. Die Vorwürfe seien absurd. Nun seien mehr als 10.000 Arbeitsplätze in den von ihr geschaffenen Unternehmen in Gefahr. Das Verfahren diene nur dazu, von der verfehlten Wirtschaftspolitik von Präsident Lourenço abzulenken, argumentiert die prominenteste Geschäftsfrau des Landes.

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