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Automatisierung : Arbeitsministerium rechnet mit 2,1 Millionen neuen Jobs bis 2025

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Roboter am Zentrum für Luft- und Raumfahrt Bild: dpa

Nehmen uns Roboter die Arbeitsplätze weg? Ökonomen haben ausgerechnet, dass die Zahl der Jobs steigen wird. Langfristig ist die Lage komplizierter.

          Der deutsche Arbeitsmarkt wird sich nach Einschätzung von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) weiter positiv entwickeln. In den nächsten sieben Jahren würden durch den technischen Fortschritt im Vergleich zu heute zwar 1,3 Millionen Arbeitsplätze wegfallen, sagte Heil den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“. „Es entstehen aber auch 2,1 Millionen neue Jobs“. Er bezog sich dabei auf aktuelle Berechnungen von Wissenschaftlern für sein Ministerium. „Uns geht die Arbeit nicht aus, aber es wird andere Arbeit sein“, fügte Heil hinzu.

          Für den Zeitraum bis zum Jahr 2035 sähen die Prognosen allerdings nicht ganz so gut aus, sagte der Minister. Bis dahin würden 3,3 Millionen neue Jobs entstehen und vier Millionen verschwinden. „Jetzt geht es darum, dass die Arbeitnehmer von heute auch die Arbeit von morgen machen können“, kündigte Heil an. Nötig seien Qualifizierung, Weiterbildung und Umschulung.

          Heil fordert weiterhin einen deutlich höheren Mindestlohn. Dieser müsse „nach 2020 schnell weiter steigen. Zwölf Euro sind ein realistischer Wert“, sagte Heil. Aktuell beträgt die gesetzliche Lohnuntergrenze 8,84 Euro pro Stunde. Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch eine Erhöhung in zwei Schritten bis auf 9,35 Euro im Jahr 2020 beschlossen.

          Zum 1. Januar 2019 soll der Mindestlohn zunächst auf 9,19 Euro steigen. Dies hatte die zuständige Kommission aus Arbeitgebern, Gewerkschaften und beratenden Wissenschaftlern so im Juni beschlossen.

          Heil kündigte an, das Verfahren überprüfen zu wollen, mit dem der Mindestlohn erhöht wird: „Ich teile das Ziel, schneller zu einem höheren Mindestlohn zu kommen“, so Heil. Diese Überprüfung sei ein gesetzlicher Auftrag für das Jahr 2020. Auch Finanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte sich bereits für zwölf Euro Mindestlohn ausgesprochen.

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