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Folge des Brexits : Koalition lockert den Kündigungsschutz für Top-Banker

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Brauchen den Regenschirm vielleicht bald nicht mehr so oft: Geschäftsleute überqueren die London Bridge. Bild: Reuters

Der Finanzplatz Frankfurt soll attraktiver werden. Dafür hat die Koalition nun einen Beschluss gefasst.

          Arbeitgeber können sich künftig leichter von Bankern mit einem Jahreseinkommen von deutlich mehr als 200.000 Euro trennen. Der Bundestag verabschiedete am Donnerstag ein entsprechendes Brexit-Steuerbegleitgesetz, mit dem für diese Berufsgruppe mit den entsprechenden Gehältern der Kündigungsschutz aufgeweicht wird.

          Die Bundesregierung erhofft sich davon Anreize für Banken, nach dem Brexit ihr Geschäft nach Frankfurt zu verlagern. Sie schätzt, dass diese Regelung höchstens 5000 Banker in den großen Kreditinstituten betrifft.

          Die Neuregelung gilt für sogenannte Risikoträger, deren Jahresgrundgehalt ohne Boni das Dreifache der Bemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung überschreitet. Das sind derzeit 241.200 Euro im Westen und 221.400 Euro im Osten.

          Sie werden im Kündigungsschutz leitenden Angestellten gleichgestellt. Von ihnen kann sich ein Arbeitgeber ohne weitere Begründung gegen Zahlung einer Abfindung trennen.

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