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Reform der Unternehmensteuer : Arbeiten am Steuerkartell

Olaf Scholz wirbt schon länger für vereinheitlichte Unternehmensteuern. Bild: dpa

Amerika ist beim Ringen um die Neuverteilung der Besteuerungsrechte auf einmal voll dabei. Aus eigenem Interesse.

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          Mit dem Wechsel im Weißen Haus ist ein grundlegender Schwenk in der Positionierung des Landes auch auf dem Feld der Steuerpolitik verbunden. Donald Trump hatte den Satz für die Unternehmen, die in Amerika produzieren, drastisch gesenkt – verbunden mit einer Nachbelastung für jene Konzerne, die in Niedrigsteuerländern vertreten sind. Sein Nachfolger Joe Biden hat schon angekündigt, die Steuerreform des Vorgängers teilweise zurückzunehmen. Damit nicht genug, sollen Unternehmen, die ihre Produktion ins günstigere Ausland verlagern, eine Art Strafsteuer zahlen.

          Mit diesen Schritten werden die Vereinigten Staaten aus Sicht der Wirtschaft wieder zu einem Hochsteuerland, so wie es Deutschland ist. Die Körperschaftsteuer ist hierzulande zwar nicht besonders hoch, aber es gibt ja auch noch die Gewerbesteuer, deren Aufkommen vor allem den Kommunen zusteht. In der Summe liegt die Gesamtbelastung realistischerweise bei rund 31 Prozent. Amerika dürfte in vielen Bundesstaaten mit den dortigen Steuern auf einem ähnlich hohen Niveau landen. Zum Vergleich: Die Tax Foundation, eine Organisation für Steuerpolitik in den Vereinigten Staaten, beziffert die Durchschnittsbelastung in 177 Rechtsräumen auf knapp 24 Prozent.

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