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Reform der Pflegeausbildung : Schwesig wirft Union Blockadehaltung vor

  • Aktualisiert am

Manuela Schwesig (SPD) Bild: dpa

Eine gemeinsame Ausbildung für Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpfleger ist schon länger geplant. Nun wirft Familienministerin Schwesig der Union vor, das Vorhaben unnötig in die Länge zu ziehen.

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          Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat der CDU/CSU vorgeworfen, den vom Kabinett schon beschlossenen Gesetzentwurf zur Reform der Pflegeberufe zu blockieren. Dies sei nicht hinnehmbar, erklärte die SPD-Politikerin in einer schriftlichen Mitteilung.

          „Die Union will an den schlechten Arbeits- und Lohnbedingungen der Altenpflege festhalten. Das ist mit mir und der SPD nicht zu machen.“ Auch die Länder stünden hinter dem Vorhaben. Es gehe dabei auch um die Aufwertung eines Berufs, der ganz überwiegend von Frauen ausgeübt wird. „Davon profitiert der gesamte Pflegebereich, aber insbesondere die von einem bundesweiten Fachkräftemangel betroffene Altenpflege“, erklärte Schwesig.

          „Nicht noch mehr Zeit verlieren“

          Der Gesetzentwurf, den sie gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) auf den Weg gebracht habe, liege dem Bundestag schon seit fast einem Jahr vor. „Wir dürfen jetzt nicht noch mehr Zeit verlieren und müssen schnell zu einem Abschluss kommen“, mahnte Schwesig.

          Das Gesetz sieht vor, die bisher unterschiedliche Ausbildung für die Altenpflege, die Krankenpflege und die Kinderkrankenpflege zu vereinheitlichen (generalisieren) mit einem einheitlichen Berufsabschluss. Auszubildende sollen kein Schulgeld mehr bezahlen müssen. Sie bekommen vielmehr eine Ausbildungsvergütung. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Pflegebereichen soll durch die Reform einfacher werden. Die geplante Ausbildung zum Pflegefachmann oder zur Pflegefachfrau soll drei Jahre dauern. Als weitere Neuerung soll ein Pflegestudium eingeführt werden.

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