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Rechtsstreit bei Audi : „Mein Mandant will mit Gender-Sprache in Ruhe gelassen werden“

Alexander B. (Mitte) sieht sich durch einen Sprachleitfaden im Nachteil. Seine Anwälte versuchen durchzusetzen, dass individuelle Ansprüche berührt sind. Bild: dpa

Der Autohersteller hat einen Sprachleitfaden für seine Mitarbeiter erstellt. Doch die Wirkung greift auch in den Arbeitsbereich der Volkswagen-Belegschaft. Dagegen hat ein Prozessmanager geklagt. Es wird grundsätzlich.

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          Etwa ein Dutzend Journalisten, darunter einige Fernsehteams, haben am Dienstag den Weg zum Ingolstädter Landgericht gefunden. Kein Wunder, denn der dort verhandelte Fall zwischen dem Autohersteller Audi und einem Volkswagen-Mitarbeiter könnte Signalwirkung für die hiesige Unternehmenslandschaft haben. Ein Urteil soll am 29. Juli verkündet werden.

          Ilka Kopplin
          Wirtschaftskorrespondentin in München.

          In der Zivilklage geht es um einen Leitfaden, den Audi im vergangenen März zur gender-, also geschlechtergerechten Sprache eingeführt hat, um „zur besseren Sichtbarkeit geschlechtlicher Vielfalt“ beizutragen. Audi teilte damals mit, künftig gendersensible Formulierungen in der internen und externen schriftlichen Kommunikation zu verwenden, beispielsweise mit neutralen Ansprachen wie „Führungskraft“ anstatt „Chef“ oder aber auch mithilfe eines Unterstrichs zwischen männlicher und weiblicher Form, also beispielsweise Audianer_innen. Diese Schreibweise wird als Gender-Gap bezeichnet.

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