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Rechtsdienstleister : Legal-Tech-Anbieter greifen im Verbraucherrecht an

  • -Aktualisiert am

Im Verbraucherbereich dagegen sind den Legal-Tech-Unternehmen beachtliche Vorstöße gelungen. Bild: dpa

Investorengelder befeuern neue Angebote in der digitalen Rechtsdurchsetzung. Das setzt nicht nur Anwälte unter Druck.

          3 Min.

          Das jährliche Großtreffen des Deutschen Anwaltvereins steht immer unter einem Motto. Im Jahr 2017 in Essen war es „Innovationen und Legal Tech“. Es brachte diejenigen, die juristische Probleme klassisch mit Gesetzbüchern lösen, mit denjenigen zusammen, die auf Algorithmen, Entscheidungsbäume und Software vertrauen. Viele Anwälte zeigten sich interessiert – investieren wollte aber kaum einer. Deshalb klagten viele Start-ups auf dem Anwaltstag, ihnen fehle das Geld, um weiter in teure IT-Infrastruktur zu investieren und steigende Fixkosten abzudecken. Nur so könnten aber neue Umsätze generiert und Geschäftsmodelle weiterentwickelt werden, um sie skalieren zu können. Denn gerade darauf achten Wagniskapitalgeber, Business Angels und Privatinvestoren. Ein Teufelskreis.

          Marcus Jung

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Knapp drei Jahre später ist die Welt eine andere. Legal Tech, was gleichermaßen die softwarebasierte Unterstützung der Anwaltsarbeit als auch direkte Dienstleistungen für Verbraucher umschreibt, hat einen Siegeszug angetreten. Dafür gibt es mehrere Gründe. Wirtschaftskanzleien orientieren sich am Beispiel der großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die in ihrer Arbeit schon lange auf Digitalisierung und Automatisierungssoftware setzen und damit gute Ergebnisse erzielen. Nun suchen auch Anwälte die Nähe zu Entwicklern, gründen Inkubatoren und sind bereit, in maßgeschneiderte Lösungen zu investieren.

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