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Urteil : Diätkosten mindern nicht die Steuern

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Chronisch kranke Menschen können die Kosten besonderer Diätnahrung nicht von der Steuer absetzen. Das hat der Bundesfinanzhof in einem am Mittwoch in München veröffentlichten Urteil entschieden (Az.: III R 48/04).

          Chronisch kranke Menschen können die Kosten besonderer Diätnahrung nicht von der Steuer absetzen. Das hat der Bundesfinanzhof in einem am Mittwoch in München veröffentlichten Urteil entschieden (Az.: III R 48/04). Damit scheiterte eine Klägerin mit dem Versuch, ihre Diätkosten als "außergewöhnliche Belastung" in der Einkommensteuererklärung geltend zu machen.

          Die obersten Finanzrichter verwiesen darauf, dass das Einkommensteuergesetz "Diätverpflegung" ausdrücklich von dieser Möglichkeit ausschließt (Paragraph 33 Absatz 2). Davon könne es keine Ausnahmen geben, befand der Bundesfinanzhof. Auch verstoße es nicht gegen das Gleichheitsgebot, dass beim Fiskus zwar Arzneimittel, nicht aber Diätnahrung abgesetzt werden könnten. Die Klägerin hatte sich darauf berufen, dass ihre Sonderdiät eine medikamentöse Behandlung ersetzte. Sie leidet unter Zöliakie (Glutenunverträglichkeit), bei der der Darm viele Getreidearten nicht verträgt.

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