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Steuerfahndung : Hoeneß soll mehr als 30 Millionen hinterzogen haben

  • Aktualisiert am

Uli Hoeneß Bild: dpa

Wie hoch ist die genaue Summe, die der ehemalige Präsident des FC Bayern München hinterzogen hat? Die Steuerfahndung sichtet derzeit die Unterlagen - und kommt einem Medienbericht zufolge schon jetzt auf mehr als 30 Millionen Euro.

          Im Steuerprozess gegen Uli Hoeneß haben sich Staatsanwaltschaft und Verteidigung auf eine Hinterziehungssumme von 28,5 Millionen Euro geeinigt: Auf 27,2 Millionen Euro kam eine Rosenheimer Steuerfahnderin, nachdem sie die 70.000 Seiten dicken Dokumente gesichtet hatte, die Hoeneß kurz vor Prozessbeginn eingereicht hatte. Richter Rupert Heindl hat diese Summe dann noch um den Solidaritätszuschlag erhöht.

          Die genaue Steuerschuld, das war auch nach dem Urteil klar, muss jedoch erst noch beziffert werden. Die Steuerfahndung Rosenheim, die derzeit die vollständigen Unterlagen von Hoeneß` Konto bei der Schweizer Bank Vontobel sichtet, hat nun nach einem Bericht des Magazins „Focus“ eine hinterzogene Summe von mehr als 30 Millionen Euro errechnet.

          Die Berechnungen seien jedoch noch nicht abgeschlossen, heißt es in dem Bericht, ein Steuerbescheid noch nicht erstellt. Erst wenn Hoeneß seine Schulden beim Staat beglichen habe, stehe ihm jedoch die Möglichkeit einer sogenannten Halbstrafe offen: Dann müsse er lediglich eine 21-monatige Haftstrafe antreten und könne bereits nach drei Monaten Freigänger werden.

          Hoeneß war in dem Prozess wegen Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Er trat danach von seinen Ämtern als Präsident des FC Bayern und als Aufsichtsratsvorsitzender der FC Bayern München AG zurück.

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