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Regulierung : Roaming wird doch nicht kostenlos

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Eine Urlauberin beim Telefonieren: Nach 50 Minuten werden Handygespräche im Ausland teuer. Bild: dpa

Die Europäische Union will einem Pressebericht zufolge den Telefonkonzernen die Roaming-Gebühren nur teilweise verbieten. Nach 50 Minuten würden Handygespräche im Ausland damit deutlich teurer.

          In der EU sollen die Roaming-Gebühren für grenzüberschreitende Handy-Gespräche einem Pressebericht zufolge vorerst nun doch nicht abgeschafft werden. Diese Zusatzkosten sollten vielmehr weitere Jahre bestehen bleiben, berichtet „Bild“ unter Berufung auf ein Geheimpapier aus dem Europäischen Rat vom 27. April 2015.

          Demnach verständigte sich der zuständige EU-Ministerrat darauf, ab 1. Januar 2016 lediglich für eine knapp begrenzte Gesprächszeit Tarife wie bei Inlandstelefonaten einzuführen. Konkret sei geplant, bei Anrufen aus dem Ausland nur 50 Minuten pro Jahr zu den jeweiligen Inlandskonditionen zu gestatten. Nach Überschreiten dieses Grenzwerts sollten weiterhin Roaming-Gebühren fällig werden. Zudem sei vorgesehen, dass EU-Bürger im Ausland nur 50 SMS pro Jahr zu den jeweiligen Inlandsbedingungen abschicken können.

          Die Roaming-Gebühren sind von der EU-Kommission seit 2007 schrittweise reduziert worden. Eine Abschaffung wäre für die europäischen Telekomkonzerne ein schwerer Schlag. Im vergangenen Jahr war ihnen die damalige italienische EU-Ratspräsidentschaft entgegengekommen, indem sie sich für eine Verschiebung der geplanten Abschaffung der Roaming-Gebühren einsetzte. Das EU-Parlament hatte als Zieldatum noch den 15. Dezember 2015 gefordert, die EU-Kommission hatte 2016 ins Auge gefasst.

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