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Nachzahlung an Kunden : Urteile zu Lebensversicherung kosten Allianz 140 Millionen Euro

  • Aktualisiert am

Nach den BGH-Urteilen: Einige ehemalige Kunden der Allianz bekommen demnächst 40 Euro zurück. Bild: dpa

Die Allianz darf Kunden, die ihre Lebensversicherung bald nach Abschluss kündigen, keine Vermittlungsprovision berechnen. Den Versicherer kostet das Millionen, die betroffenen Kunden bekommen bald wieder Geld zurück.

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          Der juristische Streit um die Kündigung für Lebensversicherungen kostet die Allianz Leben nach eigenen Angaben rund 140 Millionen Euro. Insgesamt 112 Millionen davon habe sie bereits 2012 und 2013 durch Rückstellungen abgedeckt, sagte ein Sprecher des größten deutschen Lebensversicherers am Montag.

          Die betroffenen Kunden von Allianz Leben könnten in Kürze mit einer weiteren kleinen Nachzahlung - im Schnitt 40 Euro - rechnen, sagte der Sprecher. Das Unternehmen werde von sich aus auf sie zugehen, niemand müsse seine Ansprüche anmelden. Die Allianz reagiert damit auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) aus dem Sommer 2013.

          Urteile gelten für Verträge zwischen 2001 und 2007

          Das Gericht hatte den Versicherern in mehreren Entscheidungen untersagt, den Kunden, die ihre Verträge bald nach dem Abschluss kündigten oder beitragsfrei stellten, die Provisionen für die Vermittler in Rechnung zu stellen. Das hatte die Rückkaufwerte dezimiert.

          Den größten Teil der einbehaltenen Beträge habe die Allianz schon im vergangenen Jahr nachgezahlt, erklärte der Versicherer. Die Urteile betreffen Lebensversicherungen, die zwischen 2001 und 2007 abgeschlossen wurden.

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