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Diskussion um Finanzen des DFB : Kritik an mangelnder Transparenz gemeinnütziger Vereine

Gemeinnützige Organisationen wie der DFB sollen Finanzen offen legen Bild: dpa

Der Fußballbund steht nicht nur wegen des Korruptionsskandals unter Beschuss. Die Finanzen des Verbandes liegen im Dunkeln, zudem profitiert er von Steuerfreiheit.

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          Gemeinnützige Organisationen wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) müssten ihre Finanzströme mehr als bisher offenlegen. Das fordert der wissenschaftliche Beirat beim Bundesfinanzministerium. „Wenn der Staat in erheblichem Umfang steuerliche Privilegien vergibt, dann müssen diejenigen, die davon profitieren, mehr Transparenz zeigen. Es ist im allgemeinen Interesse, zu wissen, in welchem Umfang solche Vorteile von Vereinen beansprucht werden“, sagte der Vorsitzende des Gremiums, Thiess Büttner, der F.A.Z.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          So würden erhebliche Subventionen gewährt. „Ein gemeinnütziger Verein erhält direkt als Steuerzahler Privilegien. Zum anderen können Spender ihre Zuwendungen an den gemeinnützigen Verein bei der Berechnung der eigenen Steuern absetzen.“

          Der Volkswirtschaftsprofessor von der Universität Erlangen-Nürnberg sieht unterdessen auch die öffentliche Hand in der Pflicht, Licht zu bringen in die Förderung von Großverbänden und auch Fußballklubs. „Es wäre zu einfach, wenn der Staat den Schwarzen Peter an die Vereine gibt. Er müsste auch selbst offenlegen, welche öffentlichen Mittel als Subventionen aufgewendet werden – auch für den Sport. Hier hat der Staat die erste Informationsbringschuld.“

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