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Gesetzesänderungen 2014 : Für die Rente müssen Beschäftigte länger arbeiten

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Die vom Wähler abgelöste Regierungskoalition war nicht untätig: Zum Jahreswechsel kommen wieder etliche Rechts- und Gesetzesänderungen auf die Bürger zu. Viel hat auch mit der Umstellung aufs „elektronische Regieren“ zu tun.

          SOZIALVERSICHERUNG

          Der Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung soll weiterhin 18,9 Prozent in der allgemeinen Rentenversicherung und 25,1 Prozent in der knappschaftlichen Rentenversicherung betragen. Dafür soll eine Gesetzesänderung der neuen Regierungskoalition sorgen.

          Altersgrenzen

          Corinna Budras

          Redakteurin in der Wirtschaft und für Frankfurter Allgemeine Einspruch.

          Unbeirrt von der politischen Diskussion über die Rente mit 63, schreitet bislang die Rente mit 67 weiter voran. Im Jahr 2012 startete sie für Neurentner; seitdem wird die Altersgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung schrittweise angehoben, Monat um Monat. Versicherte, die 1949 geboren sind und für die keine Vertrauensschutzregelungen gelten, erreichen die Regelaltersgrenze mit 65 Jahren und drei Monaten. Für die folgenden Geburtsjahrgänge erhöht sich die Regelaltersgrenze zunächst um je einen weiteren Monat; später wird sie in Stufen von zwei Monaten pro Jahrgang angehoben. Erst für die Jahrgänge 1964 und jünger wird die Regelaltersgrenze bei 67 Jahren liegen.

          Künstlersozialkasse

          Der Satz der Künstlersozialabgabe steigt 2014 von 4,1 Prozent auf 5,2 Prozent an.

          Beitragsbemessungsgrenzen

          Die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung steigt in den alten Bundesländern von monatlich 5800 auf 5950 Euro und in den neuen Bundesländern von 4900 auf 5000 Euro. Wer mehr verdient, zahlt für das darüber liegende Einkommen keine Beiträge. In der knappschaftlichen Rentenversicherung beträgt sie künftig 7300 Euro im Westen und 6150 Euro im Osten. Die Beitragsbemessungsgrenze in der Arbeitslosenversicherungklettert auf 5950 Euro beziehungsweise 5000 Euro. Die Versicherungspflichtgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung liegt künftig einheitlich bei 4462,50 Euro. Die Beitragsbemessungsgrenze in diesem Bereich wurde einheitlich auf 4050 Euro festgesetzt. Die Bezugsgrenze in der Sozialversicherung liegt bei 2765 Euro im Westen und 2345 Euro im Osten.

          Mindestbeitrag

          Der Mindestbeitrag zur freiwilligen Versicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung beträgt weiterhin 85,05 Euro im Monat.

          ARBEITSMARKT

          Hartz-IV-Regelsatz

          Hartz-IV-Empfänger erhalten ab Januar mehr Geld, denn der Regelsatz für das Arbeitslosengeld II steigt. Danach bekommen Alleinstehende monatlich 391Euro. Leben zwei erwachsene Hartz-IV-Empfänger in einem Haushalt, bekommt jeder 353 Euro. Erwachsene ohne eigenen Haushalt 313 Euro. Kinder unter sechs Jahren bekommen 229 Euro, unter 14 Jahren 261 Euro und unter 18 Jahre 296 Euro.

          Arbeitnehmerfreizügigkeit

          Am 1. Januar laufen die Übergangsbestimmungen für Arbeitnehmer aus Bulgarien und Rumänien aus. Von diesem Zeitpunkt an genießt diese Personengruppe in der EU die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit. Gleichzeitig treten die Beschränkungen der Freizügigkeit für eine Entsendung in den Branchen Bau, Gebäudereinigung und Innendekoration außer Kraft.

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