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3,3 Prozent mehr Einnahmen : Ein Steuerplus zum Jahresanfang

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Da lacht der Finanzminister: Bund und Länder starten mit einem Steuerplus ins Jahr 2014. Bild: dpa

Guter Start ins neue Jahr: Bund und Länder haben im Januar 41,5 Milliarden Euro eingenommen, mehr als ein Jahr zuvor. Getragen wird die gute Entwicklung weiter vom starken Arbeitsmarkt.

          Bund und Länder sind mit einem deutlichen Zuwachs ihrer Steuereinnahmen ins neue Jahr gestartet. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums vom Freitag nahm der Fiskus im Januar 41,5 Milliarden Euro ein und damit 3,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dabei übertrafen die reinen Bundessteuern das Vorjahresniveau um 2,4 Prozent, die Ländersteuern sogar um 8,7 Prozent. Die gemeinschaftlichen Steuern brachten 3,1 Prozent mehr ein.

          Getragen wurde die gute Entwicklung abermals von der hohen Beschäftigung. So lagen die Kasseneinnahmen der Lohnsteuer mit 14,1 Milliarden Euro um 6,5 Prozent höher.

          Auch die Umsatzsteuereinnahmen legten merklich zu um 3,1 Prozent auf knapp 16 Milliarden Euro. Dies ist ein positives Anzeichen für den privaten Konsum. Dagegen gingen die Einnahmen aus der von Unternehmen gezahlten Körperschaftsteuer um 16,9 Prozent auf 563 Millionen Euro zurück. Verantwortlich dafür waren geringere Vorauszahlungen vieler Unternehmen.

          Die gute Entwicklung der Steuereinnahmen half den Ländern im vergangenen Jahr bei der Sanierung ihrer Haushalte. Dem Ministerium zufolge schlossen die Länderetats insgesamt mit einem nahezu ausgeglichenen Ergebnis ab. Das Defizit der Ländergesamtheit sei mit 0,5 Milliarden Euro um rund 5,1 Milliarden Euro günstiger ausgefallen als im Vorjahr. Erwartet hatten die Länder 2013 ein Defizit von 11,9 Milliarden Euro.

          In den kommenden Monaten kann der Fiskus mit weiterem Rückenwind von der Konjunktur rechnen. Denn die Daten signalisierten für 2014, „dass die gesamtwirtschaftliche Aufwärtsbewegung in einen breit angelegten Aufschwung mündet“, heißt es im neuen Monatsbericht des Finanzministeriums.

          Davon sollten nahezu alle Branchen profitieren. Vor allem die Inlandsnachfrage werde das Wachstum anschieben. Für 2014 erwartet die Bundesregierung, dass das Bruttoinlandsprodukt um 1,8 Prozent steigt nach vergleichsweise mageren 0,4 Prozent 2013. Das Tempo werde sich 2015 auf 2,0 Prozent beschleunigen..

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