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Recht auf Homeoffice : Und was lernt die SPD?

  • -Aktualisiert am

Im Krisenbekämpfungsmodus: Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) Bild: dpa

Millionen Mitarbeiter sammeln nun aus erster Hand Erfahrung mit der Arbeit im trauten Heim. Sie benötigen keine Nachhilfe der Sozialdemokraten.

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          Die SPD will Arbeitnehmer mit einem Rechtsanspruch auf Homeoffice beglücken. Diesen starken Eingriff in den Entscheidungsspielraum der Arbeitgeber hatte sie schon angekündigt, bevor das Coronavirus den aktuellen Großversuch erzwang.

          Tausende Unternehmen und Millionen Mitarbeiter sammeln nun aus erster Hand Erfahrung mit den Möglichkeiten und Grenzen der Arbeit im trauten Heim. In der Wirtschaft ist ein breiter Lernprozess in Gang gekommen mit neuen Einsichten: So mancher Mitarbeiter merkt, dass gewonnene Pendelzeit schwer erkauft ist durch Verzicht auf Nähe zu den Kollegen. Manches Unternehmen merkt, dass produktives Arbeiten auch ohne Anwesenheitspflicht klappt.

          Viele lernen also gerade, was geht und was nicht. Nur Arbeitsminister Hubertus Heil und seine Sozialdemokraten lernen nichts.

          Sonst müssten sie sehen, dass ihre Nachhilfe in Sachen Heimarbeit nicht nur überflüssig ist, sondern eine einseitige Parteinahme zugunsten der Arbeitnehmer das Einüben eines neuen Miteinanders in den Betrieben empfindlich stören wird. Und sollte sich der Staat nicht gerade jetzt nur dort einmischen, wo er gebraucht wird?

          Heike Göbel
          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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