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F.A.Z. exklusiv : Rechnungshof warnt vor verschärften Problemen im Stromnetz

  • -Aktualisiert am

Die untergehende Sonne hat den Himmel über Hochspannungsleitungen verfärbt. Bild: dpa

Ein neuer Bericht wirft ein Schlaglicht auf die Lage im deutschen Stromnetz: Der Netzausbau kann mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht Schritt halten. Das kostet Verbraucher Milliarden.

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          Der schleppende Ausbau neuer Stromleitungen stellt laut Bundesrechnungshof „ein zunehmendes Risiko für die Versorgungssicherheit dar“. „Die Probleme im Stromnetz haben sich tendenziell verschärft“, schreibt er in einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestages. Grund sei, dass der Netzausbau mit dem Ausbau der Wind- und Sonnenstromerzeugung nicht Schritt halte. Trotz diverser Beschleunigungsmaßnahmen der Regierung bestehe das Risiko, dass „es nicht gelingt, den Rückstand beim Ausbau der Übertragungsnetze aufzuholen und zugleich einen weiteren Netzausbaubedarf wegen des ungebremsten Ausbaus von erneuerbaren Energieanlagen rechtzeitig zu erfüllen.“

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

          Der Bericht, der der F.A.Z. vorliegt, wirft ein Schlaglicht auf die Lage im deutschen Stromnetz. Erst am Montag hatten dessen Betreiber zugegeben, die Situation sei im Juni „sehr angespannt“ gewesen und habe „nur mit Unterstützung der europäischen Partner gemeistert werden“ können. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) erklärte in seinem mit großer Verspätung vorgelegten „Monitoringbericht“, die Versorgungssicherheit in Deutschland „ist im internationalen Vergleich weiterhin sehr hoch.“

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